Nie wieder humpeln!

Wenn ich immer wieder höre und lese, wie sehr Betroffene Angst vor einer Hüft-OP haben, muss ich mich wundern. Klar, eine OP ist nicht schön, birgt auch stets ein Restrisiko. Aber was ist die Alternative? Ein Leben lang humpeln, Schmerzen haben, gar im Rollstuhl herumfahren?

Autoren-Treffen am schönen Tegernsee

Autoren-Treffen am schönen Tegernsee

Meine beiden Hüft-TEP-OP`s sind nun bereits neun Jahre her. Immer wenn ich am Tegernsee bin, um meinen Mitautor Peter Herrchen zu treffen, denke ich an meine Reha-Zeit nach der zweiten TEP dort. Wie froh war ich, endlich wieder das normale Gehen zu trainieren. Wie dankbar, dass die ewigen Anlaufschmerzen ein Ende hatten. Deshalb ist es mir ein Rätsel, warum sich Menschen mit einer eindeutigen Arthrose-Diagnose so lange um eine OP herumdrücken. In 99 Prozent aller Fälle höre ich hinterher: Du hattest ja Recht! Hätte ich das nur viel früher gemacht. Endlich wieder Lebensfreude!

Ja, genau! Deshalb an dieser Stelle noch einmal: Eine Hüft-OP bei einem erfahrenen Operateur ist heute so, als ob man sich bei einem erfahrenen Kieferorthopäden ein Implantat einsetzen lässt. Narkose und OP schlauchen den Körper, der Fremdkörper muss erst einwachsen und akzeptiert werden. Aber dann, hurra: Man kann wieder beißen respektive laufen! Es dauert vielleicht bis man wieder herzhaft in einen Apfel beißt respektive eine längere Wanderung unternimmt. Aber dann geht alles wieder. Endlich!

Gut ausgerüstet mit der TEP FIT-Maske von Enrico Belleggia

Gut ausgerüstet mit der TEP FIT-Maske von Enrico Belleggia

Wie sehr habe ich das Humpeln gehasst! Wie alt habe ich mich gefühlt. Wie gekränkt in meiner Eitelkeit, mit Anfang 50 wie eine alte Frau zu laufen. Wie hinderlich waren die Schmerzen bei alltäglichen Verrichtungen. Wie beklemmend die Erkenntnis, nicht mehr sportlich aktiv sein zu können. Nur noch Radfahren ist auch keine Lösung!

Wie sehr habe ich nach der OP buchstäblich aufgeatmet, das Leben neu entdeckt. Noch heute freue ich mich, wenn ich bei meinen Yoga-Übungen immer noch ein bisschen mehr Dehnung schaffe. Wie stolz bin ich, nach 18 Löchern Golf noch recht munter auf die Terrasse zuzusteuern. Ja, klar, ich werde auch älter. Die Energiereserven sind schneller aufgebraucht, ich gönne mir mehr Pausen, auch mal ein kurzes Nachmittagsschläfchen.

Neulich hatte ich nach einem Wespenstich in die Wade drei Tage lang ein dick angeschwollenes Bein, das wie ein Elefantenbein aussah! Da musste ich wieder humpeln, wie lästig! In Panik bin ich sogar zu meiner Hausärztin gegangen, ob ich eine Thrombose hätte. Nein, es war „nur“ Bindegewebsflüssigkeit, die sich da im Fuß gesammelt hatte. Von einem Wespenstich hätte noch niemand eine Thrombose bekommen. Uff, aufatmen. Und Freude: Nein, ich muss (hoffentlich) nie wieder humpeln! Danke an meinen Operateur Dr. Jürgen Radke, der sicher seinen verdienten Ruhestand genießt, wissend, wie vielen Menschen er geholfen hat!

Über heidirauch

Diplom-Journalistin, Kultur PR-Frau (Schloss Amerang, Golfclub München Eichenried), Buchautorin (Mut zur neuen Hüfte, Mut zum neuen Knie, Oliven - Eine Liebeserklärung an den Süden), Teilzeit-Olivenbäuerin mit Oliven-Import aus den Marken (www.oliopiceno.de), Belleggia-Golfschuh-Vertriebsfrau für Deutschland
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