Neuauflage „Mut zur neuen Hüfte!!“ – Vorbestellungen sind möglich!!

Zunächst einmal alle guten Wünsche an dieser Stelle für das neue Jahr 2018, das hoffentlich gesund und bewegungsfreudig werden möge!

Hinter dem fast identischen Cover verbirgt sich ein komplett neuer Inhalt!

Hinter dem fast identischen Cover verbirgt sich ein komplett neuer Inhalt!

Mein lieber Mitautor Peter Herrchen und ich freuen uns, dass in Kürze die komplett überarbeitete Neuauflage unseres erfolgreichen Mutmach-Ratgebers „Mut zur neuen Hüfte!!“ erscheint –  die 320 Seiten (!) werden Ende Januar gedruckt vorliegen. Ein E-Book gibt es dann selbstverständlich auch.

Die Neuauflage bietet: neue Fachärzte-Interviews, neue Erfahrungsberichte und neue Erkenntnisse. Von den 15 Patienten, die über ihre Hüft-OP, ihre neue Lebensfreude danach mitsamt sportlichen Erfolgserlebnissen berichten, sind 10 komplett neu. Die fünf verbliebenen, darunter auch wir beiden Autoren, wurden ergänzt und aktualisiert. U. a. berichtet Alfred über seine Revisions-OP, ein wichtiges Thema.

Saskia, 22, glücklich mit Hüft-TEP beim Skifahren gleich nach Neujahr 2018 im Stubaital

Saskia, 22, glücklich mit Hüft-TEP beim Skifahren gleich nach Neujahr 2018 im Stubaital

Die „Neuen“ decken eine große Bandbreite ab: Von der bei der OP erst 21-jährigen Saskia, die mit ihrem Hund wieder fröhlich Agility-Training macht und uns gerade ein Foto vom Neujahrs-Skifahren im Stubaital geschickt hat, bis zu unserem sportlichen Jakobsweg-Geher Volker, der beide Hüften auf einmal operieren lassen hat. Dabei werden auch Komplikationen nicht verschwiegen – von der psychischen Blockade bis zum einsinkenden Schaft. Aber allen Berichten gemeinsam ist der Mut und der Wille zur Bewegung!

Sehr stolz sind wir darauf, dass wir dank der Vermittlung von Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap-Klinik in Garmisch-Partenkirchen, als prominenten Hüft-TEPler den allseits beliebten Fußball-Nationalspieler Klaus Augenthaler dabei haben.

Wer also neugierig geworden ist: Wir nehmen ab sofort Vorbestellungen an! Das über 70 Seiten dickere Buch als sein Vorgänger, das natürlich auch wieder reich bebildert ist, kostet 24,90 Euro. Wir verschicken es an alle Vorbesteller versandkostenfrei auf Rechnung. Eine e-mail an: autoren@mut-zur-neuen-huefte.de genügt.

Die offizielle Buchpremiere findet übrigens im Rahmen unseres 2. TEPFIT-Gesundheitsworkshops in Hagen vom 23. bis 25. Februar 2018 statt. Wer noch dabei sein will, der muss sich sputen. Wir sind eigentlich schon vollbesetzt, nehmen aber gern noch ein paar wenige „Last minute“-Bucher an. Übrigens sind auch drei Mitwirkende aus dem neuen Buch dabei – plus Peter und ich! Hier der Link zur direkten Anmeldung: https://pages.teggee.com/de/TEPFIT-Gesundheitsworkshop-2018.

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10 lebensfreudige Bewegungstipps für TEP-Träger

Anstelle eines Weihnachtsgedichts gibt es hier zu den Feiertagen und zum Jahreswechsel ein paar bewegungsfreudige Tipps für alle Lebenslagen:

1) Im Bett: Schon im Bett vor dem Aufstehen Streck- und Reckübungen machen, um vor allem die Leistengegend nach möglicher Seitenschläferlage zu dehnen und zu entspannen.

2) Im Bad: Beim Zähneputzen auf einer Handtuchrolle stehen und versuchen, nur auf einem Bein zu stehen. Wenn man ins Wackeln kommt, ist ja das Waschbecken zum Festhalten da!

3) Im Schlafzimmer: 10 Minuten Morgengymnastik einplanen. Ob das die Fünf Tibeter sind, Qi Gong-Übungen, Stretch- und Kräftigungsübungen aus der Reha oder sonstwas: Hauptsache in Schwung kommen!

4) In Häusern: Aufzüge und Rolltreppen sind tabu. Immer, wirklich immer, Treppen steigen – hoch und runter. Hinunter durchaus auch am Geländer festhalten.

5) Unterwegs 1: Beim Warten auf den Bus, die U-Bahn oder in einer Einkaufsschlange: Nicht starr dastehen, sondern mal auf die Zehenspitzen gehen, mal einen Ausfallschritt nach hinten oder zur Seite zum Dehnen machen, mal einbeinig stehen oder festhalten und den Fuß in der Luft ein paar cm über dem Boden drehen.

6) Unterwegs 2: Bus oder U-Bahn verpasst? Parkplatz nur weit weg vom Ziel gefunden? Macht nichts: Den Weg einfach zügig laufen. Manchmal entdeckt man sogar etwas Interessantes am Wegesrand…

7) Am PC: Im Sitzen am PC mal die Beine heben, Knie durchstrecken, links und rechts abwechselnd das Bein nach vorn strecken. Gut für die Durchblutung. Sonst: Füße immer wirklich parallel auf den Boden stellen, nicht irgendwie verquer.

8) Im Büro: Immer mal wieder vom Arbeitsplatz aufstehen, Tee oder Kaffee machen, einmal den Gang entlanggehen, dabei bewusst lange Schritte machen, um immer wieder die Leiste zu dehnen.

9) Im Auto: Lange Autofahrt? Pausen machen. Die Hände ans Auto lehnen, Schritt nach hinten machen, abwechselnd dehnen. Arme hinter dem Nacken verschränken, links und rechts rotieren. Das Gestell sagt danke!

10) Für die Linie: Einmal in der Woche „dinner cancelling“. Ups, das hat gar nichts mit Hüfte oder Knie zu tun, wohl aber mit dem Wohlfühlgewicht.

In diesem Sinne wünsche ich frohe und bewegte Weihnachtstage! 

 

PS: Für alle, die wie ich nicht kochen können, aber einen wunderbaren Mann haben, der sehr gut kochen kann, hier eine vergnügliche Lektüre-Empfehlung: „Madame ist willig, doch das Fleisch bleibt zäh. Wie ich in Paris kochen lernte, ohne dabei jemanden umzubringen“ von der Österreicherin Sigrid Neudecker. Köstlich!

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Die Orthopäden-Lüge – mit Arthroskopie viel Geld verdienen und mit Unwissenheit Menschen um ihre Lebensfreude betrügen!

Bislang haben mein Mitautor Peter Herrchen und ich uns eigentlich immer vornehm zurückgehalten und sachlich informiert. Aber jetzt platzt mir doch langsam der Kragen und ich mache es an dieser Stelle mal wie L & B, die „Lieblingsfeinde“ von Peter mit ihren Allerweltstipps, die sich exorbitant verbreiten: Wir werden reißerisch! Also heißt dieser Beitrag „Die Orthopäden-Lüge – wie gierige Ärzte mit Arthroskopie viel Geld verdienen auf Kosten der Patienten, und wie unwissende Ärzte ihren Patienten zum Aushalten von Schmerzen raten und sie um jede Lebensfreude bringen“.

Unsere geschlossene TEPFIT-Gruppe auf Facebook hat inzwischen über 2.000 Mitglieder und immer wieder muss ich lesen, dass von Schmerzen geplagten Patienten dazu geraten wird, die diagnostisch einwandfrei fällige Hüft- (oder Knie-)TEP hinauszuzögern. Grund: Geldgier und Dummheit! Dabei ist längst erwiesen, dass Arthroskopien im Gelenk so gut wie nie etwas bringen – außer Geld in die Kassen des Operateurs zu spülen. Der Patient wird hingehalten, bis er irgendwann erkennt, dass er auch gleich die Totalendoprothese hätte wählen können. Die befreit ihn nämlich wirklich von seinen Schmerzen. Zwei OPs statt einer. Blöd gelaufen.

Es ist ebenso längst erwiesen, dass Patienten mit Hüftschmerzen durch Fehl- oder Schonhaltungen ihr komplettes Gestell schädigen. Je länger sie die fällige OP hinauszögern desto größer werden die Kollateralschäden. Der häufigste Satz, den „unsere“ Patienten sagen, lautet: „Hätte ich mich nur schon früher operieren lassen!“ Aber nein, es gibt immer noch völlig blinde und taube Orthopäden, die auf dem Wissensstand der Nachkriegszeit stehen geblieben sind. Fortbildungen? Fehlanzeige! Informationen einholen im Kollegenkreis? Wieso denn?! Die Meinung haben wir schon immer vertreten, warum sollen wir sie ändern.

Peter Herrchen, sportlich aktiv mit zwei künstlichen Hüften, die er seit 1997 bzw. 2008 hat.

Peter Herrchen, sportlich aktiv mit zwei künstlichen Hüften, die er seit 1997 bzw. 2008 hat. Er ist wie Heidi Rauch 1957 geboren.

Halloooo, aufwachen!!!! Der Patient kann nicht zu jung sein. Der Patient hat Schmerzen und hat ein Recht darauf, dass er von seinem Arzt nicht hingehalten, nicht belogen wird. Es gilt, dem Patienten Mut zu machen – Mut mit hilfreichen Informationen, mit Lösungsvorschlägen, die auf der Hand liegen: Wir sind in der glücklichen Lage, dass die Medizin uns Hüft-Totalendoprothesen beschert hat, die heutzutage mindestens 25 bis 30 Jahre halten. Die Revisions-OP ist keine Hexerei. Sie beglückt den Betroffenen mit weiteren 25 bis 30 schmerzfreie Jahren. Wieso wollen Orthopäden ihre Patienten von neuer Lebensfreude abhalten? Weil sie selber unglücklich sind in ihrem Beruf? Dann sollten sie ihn aufgeben!

Heidi Rauch, seit 2011 glücklich und aktiv mit zwei künstlichen Hüften.

Heidi Rauch, seit 2011 glücklich und sportlich aktiv mit zwei künstlichen Hüften.

Wenn jetzt die Verkaufszahlen unseres Mutmach-Ratgebers „Mut zur neuen Hüfte!“ in die Höhe schnellen – gern. Wir haben nichts dagegen, denn die Neuauflage liegt schon fast druckfertig bereit. Mit seriösen Fachärzte-Interviews, Erfahrungsberichten von Betroffenen, die ihre Sportarten wieder genießen, vielen Tipps etc. Hier gleich der Link zum Kauf bei amazon. Und wir verstecken auch unsere Gesichter nicht, denn sowohl Peter Herrchen als auch ich sind Doppel-Titanhüften-Träger und hatten Operateure, die uns verantwortungsvoll behandelt haben! Danke dafür!

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Sehen wir uns am 24. Februar 2018 in Hagen?

Liebe Titanhüften-Blog-Leser,

Lust auf persönlichen Kontakt mit mir und meinem Buch-Mitautor Peter Herrchen? Dann kommen Sie doch einfach zu unserem 2. TEPFIT-Gesundheitsworkshop vom 23. bis 25. Februar 2018 in Hagen, Westfalen. Wir haben extra diesmal keinen südlichen Austragungsort, sondern eine Stadt in der Mitte ausgesucht. Geboten wird ein Spaß machendes und informatives (Bewegungs-)Programm für Menschen vor oder nach einer Hüft- oder Knie-OP.

Hier finden Sie alle Infos TEPFITGesundheitsworkshopHagen23bis25Feb2018. 

Und hier das Anmeldeformular.

Wir freuen uns auf gemeinsame Bewegung – von der Nachtwächterführung am Vorabend bis zum Trampolin-Schwingen mit den grünen Smovey-Ringen in der Hand. Und keine Angst: Niemand wird überfordert. Es geht auch um den Erfahrungsaustausch, den wir ja mit unserem Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ bereits vor fünf Jahren angestoßen haben – und der mit unserer TEPFIT-Facebook-Gruppe so erfolgreich weitergeführt wird. Da weiterhin viel Bedarf an Aufklärung rund um die Hüft-OP besteht, bringen wir Anfang des nächsten Jahres unsere völlig überarbeitete und aktualisierte Neuauflage von „Mut zur neuen Hüfte!!“ heraus. Wir sind gerade bei den Endkorrekturen und können schon verraten: Auch ein prominenter Fußballer ist dabei! „Titan“ Oliver Kahn ist es nicht…

Der Föhn in Bayern machte es möglich, noch im November sonnige Golfrunden zu drehen.

Der Föhn in Bayern machte es möglich, noch im November sonnige Golfrunden zu drehen. Fazit: Bewegung an frischer Luft tut soooo gut!

Das Einsetzen künstlicher Hüftgelenke gilt in Deutschland längst als Routine-Operation. Seit den 60er Jahren hat sich die Technik stetig verfeinert. Heute werden jährlich 233.000 Hüft-TEPs eingesetzt (Stand 2016), europaweit über 400.000. In jedem Fall raten wir, für eine Hüft-OP einen Spezialisten zu wählen, der bereits jahrelange Erfahrung hat und selber mehrere hundert Prothesen im Jahr implantiert.

Jüngst berichtete die Süddeutsche Zeitung (21. 11. 2017) von einer Untersuchung, nach der in mehr als 300 Kliniken in Deutschland weniger als 50 Hüften operiert werden (Stand 2014). Das reicht einfach nicht, um besagte Routine zu entwickeln. Wie mein lieber Mitautor in seinem Blog endoprothese-und-sport.de erst heute wieder schreibt: Scheuen Sie auch keine weiten Anfahrtswege zu einem zertifizierten Endoprothetik-Zentrum. Ihr Körper wird es Ihnen danken – ebenso wie eine gute muskuläre „Vorarbeit“. Das heißt auch: nicht zu lange warten, bis gar nichts mehr geht!

Saskia hat mit 21 Jahren eine künstliche Hüfte bekommen - und macht mit ihrem Hund wieder Agility-Training. Ihre Geschichte erzählt sie in unserem neuen Buch.

Saskia hat mit 21 Jahren eine künstliche Hüfte bekommen – und macht mit ihrem Hund wieder Agility-Training. Ihre Geschichte erzählt sie in unserem neuen Buch.

Im Vorfeld des 19. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik e. V. (AE) am 1./2. Dezember 2017 in Hamburg erreichte mich eine Pressemitteilung, die bestätigt, was wir immer wieder feststellen: Hüft-TEPs bekommen keinesfalls nur ältere Menschen, denen es reicht, ihren Alltag wieder bewältigen zu können. Zunehmend jüngere Patienten sind betroffen, die sich freuen, dass sie mit einem künstlichen Gelenk auch weiterhin sportlich aktiv sein können. Tatsächlich sind etwa 16 Prozent der Betroffenen jünger als 60 Jahre, d. h. sie leiden z. B. an angeborenen Gelenkfehlstellungen, an Durchblutungsstörungen oder einer rheumatischen Erkrankung, die den Gelenkknorpel ihres Hüftgelenks zerstört. Auch Unfälle sind die Ursache für ein kaputtes Hüftgelenk.

Apropos Unfälle: In unserer Neuauflage kommt auch der mittlerweile 72-jährige Alfred wieder vor, der gerade eine Wechsel-OP hinter sich hat – und wenige Monate danach gleich zwei kapitale Stürze produzierte. Ergebnis: Die Hüft-TEP hat gehalten! Auch das macht Mut, wenn man an die kommende kalte Jahreszeit und die Glatteis-Rutschgefahr denkt. Also: Seien Sie vorsichtig und kommen Sie gut über den Winter! Wir sehen uns – hoffentlich – im neuen Jahr in Hagen!

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Richtige (Golf-)Schuhe, Trimm Dich auf Italienisch und bewegender Workshop

Wie geht es eigentlich Ihren Füßen? Gut? Haben Sie schon einmal Ihre Fußbeweglichkeit testen lassen? Gar eine Ganganalyse machen lassen? Nein? Das könnte aber auch im Hinblick auf Ihre Hüfte wichtig sein. Das Gangbild ist nämlich ein Spiegel Ihrer körperlichen und seelischen Erfahrungen. Diesen Satz können Sie in unserem Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ auf Seite 99 im Kapitel „Ganganalyse“ nachlesen – und er hat nichts von seiner Aktualität verloren.

Nicole Gramsl trainiert auf dem Stepper die seitlichen Hüftmuskeln.

Nicole Gramsl zeigt, wie man auf dem Stepper die seitlichen Hüftmuskeln trainiert.

Die Spezialistin auf diesem Gebiet, Nicole Gramsl vom Traunmed-Sport- und Rehazentrum im oberbayerischen Traunreut, hat auch für unsere im Februar 2018 erscheinende Neuauflage „Mut zur neuen Hüfte!!“ (man beachte die beiden Ausrufezeichen, als Symbol für 2. Auflage!) etwas geschrieben. Ich zitiere: „Dabei hilft gerade am Anfang nach der Hüft-OP ein visuelles Mittel wie die Ganganalyse, denn das eigene innere Bild muss dringend mit dem tatsächlichen Bild gedanklich aktualisiert werden.“

Wie wichtig beim „richtigen“ Gehen gutes Schuhwerk ist, dürfte jedem klar sein. Der Fuß muss gestützt werden, soll sich aber gleichzeitig erholen können, entspannt abrollen, nicht eingezwängt sein. Unsere italienische Zweitheimat in den Marken ist eine Schuh-Hochburg.

Ich bin begeistert von Enricos bequemen Golfschuhen.

Ich bin begeistert von Enricos bequemen und farbenfreudigen Golfschuhen.

Vor wenigen Tagen habe ich unweit der Stadt Fermo einen Schuhmacher besucht, der begeisterter Golfer ist (Handicap 9) und Fußprobleme hatte. Das ist bei diesem Sport fatal, denn schließlich geht man bei einer 18-Loch-Runde ca. sieben bis acht Kilometer – und das in durchaus nicht immer ebenem Gelände. Kurz entschlossen baute er sich seinen eigenen Schuh und „erfand“ eine spezielle, dickere und damit dämpfende Sohle mit darin verborgenen seitlichen Stützstiften. Da er ein großer Freund auffallender Designs und Farben ist, waren seine bunt gemusterten Schuhe auf dem grünen Rasen nicht zu übersehen. Bald meldeten sich Interessenten, die auch solche Schuhe haben wollten – erst wegen der außergewöhnlichen Optik, dann auch wegen des wunderbaren Tragekomforts.

In der dämpfenden Sohle verbergen sich seitliche Stützstifte, die dem Fuß Halt geben.

In der dämpfenden Sohle verbergen sich seitliche Stützstifte, die dem Fuß Halt geben. Die runde Kappe lässt den Zehen genügend Platz – und schön sind sie auch noch, die Belleggia-Golfschuhe für Sie und Ihn.

Da passte es gut, dass Enrico Belleggia auch noch so einen schönen Namen hat, dass er seine kleine Golfschuh-Werkstatt „La Belleggia“ nannte und inzwischen in allen Golfclubs rund um Ancona vertreten ist mit seinen individuell designten Schuhen, die auf Anhieb passen und sogar außerhalb des Golfplatzes getragen werden können. Ich habe es selbst ausprobiert und bin begeistert! Wir fahren nun mit sechs Herren- und vier Damen-Modellen zurück nach Bayern und schauen mal, ob meine Eichenrieder Golf-Mitspieler und -Mitspielerinnen auch bald den Belleggia-Tragekomfort aus Bella Italia erleben wollen.

Mein Mann Michael und ich haben Spaß an den Trimm-Stationen mit Meeresrauschen im Hintergrund.

Mein Mann Michael und ich haben Spaß an den Trimm-Stationen mit Meeresrauschen im Hintergrund.

Noch eine Entdeckung in unserer Umgebung: Der gute alte Trimm Dich-Pfad kommt zurück! „Percorso Atletico“ heißt der nagelneu angelegte Streifen am Adria-Strand mit verschiedenen Übungsgeräten und Stationen für Stretch- und Dehnübungen. Prima Idee. Und wer turnte da bei gar nicht so sonnigem Wetter? Der Vater mit dem Sohne, der voller Elan mitmachte. Wir haben es auch kurz ausprobiert (fürs Foto) und uns vorgenommen, demnächst nicht nur spazieren zu gehen, sondern ein bisschen mehr Zeit für dieses alle Muskeln ansprechende Training einzuplanen. Da wir aber gerade von der nicht minder anstrengenden Olivenernte kamen, haben wir dieses Vorhaben vertagt.

Denn schließlich will ich auch über den Winter fit bleiben. Deshalb freue ich mich jetzt schon auf unseren TEPFIT-Workshop, den wir vom 23. bis 25. Februar 2018 organisieren, diesmal in Hagen, Westfalen. Der Samstag, 24. Februar, wird ein durch und durch bewegter Tag mit u. a. Bellicon-Trampolin-Übungen, Smovey-Vibroswing-Training und Faszien-Arbeit. Das kennen Sie alles noch nicht? Und Gleichgesinnte Hüft- und Knie-TEP-Träger kennen Sie auch nicht? Dann aber flugs anmelden! Es sind noch Plätze frei! Anmeldeschluss ist der 30. November. Schreiben Sie mir einfach eine e-mail an pr@heidi-rauch.de. Gern können Sie unseren Workshop auch einem lieben Hüft- oder Knie-TEPler zu Weihnachten schenken. Er wird es Ihnen danken, wenn er seine überflüssigen Lebkuchen-Gänsebraten-Pfunde dabei wieder loswird! Ach ja, die Belleggia-Golfschuhe kann man auch prima verschenken, am besten sogar mit dem Namen des Beschenkten an der Seite!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine bewegte Vorweihnachtszeit.

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Gezielt die Muskeln aufbauen – oder wollen Sie Sarkopenie haben?

Sarkopenie? Nie gehört? Ich auch nicht – bis zu einer Pressemitteilung zum Internationalen Tag des älteren Menschen am 1. Oktober 2017. Titel: „Schneller fit nach Hüft-OP„. Untertitel: „Mit Muskelaufbau und vitaminreicher Ernährung optimal vorbereitet“. Zitiert wird Prof. Dr. med. Karl-Dieter Heller, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik (AE) und Chefarzt der Orthopädischen Klinik im Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig, u. a. mit folgendem Satz: „Die Sarkopenie muss noch mehr Beachtung erfahren als bisher. Dieser Umstand ist ebenso relevant wie der kontinuierlich fortschreitende Knochenschwund – gerade auch im Hinblick auf die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft.“ 

Golf spielen kann man bis ins hohe Alter.

Golf spielen kann man bis ins hohe Alter.

Ein Blick in Wikipedia hilft: Unter Sarkopenie versteht man den mit fortschreitendem Alter zunehmenden Muskelabbau und die damit einhergehenden funktionellen Einschränkungen des älteren Menschen. Das Wort kommt aus dem Griechischen: sarx = das Fleisch, penia = Mangel. Merken kann ich mir das, weil es fast schon wie Sarg (Sarkophag!) klingt. Was also ist zu tun, um diesen Muskelabbau zu vermeiden? Bewegung und Training natürlich – spätestens ab 50, am besten von Kindesbeinen an.

Ein Spaziergang sollte jeden Tag möglich sein - egal wo.

Ein Spaziergang sollte jeden Tag möglich sein – egal wo.

Ich zitiere hier noch einmal Prof. Dr. Heller, der sich konkret auf die Hüft-OP bezieht: „Narkose, Medikamente und Wundheilung fordern den ganzen Patienten. Ausreichend Muskelmasse und Muskelfunktion sind deshalb gerade bei einem Krankenhausaufenthalt ein wichtiger Faktor für eine rasche Genesung und eine erfolgreiche Rehabilitation.“ Eine zu geringe Muskelmasse beeinträchtige zudem den gesamten Organismus, etwa das Herz-Kreislaufsystem oder den Stoffwechsel. „Wir tun in der der Orthopädie deshalb alles dafür, dass unsere Patienten keine Muskelmasse durch lange Bettlägerigkeit verlieren.“ Während einer Woche Bettruhe könnten sonst ein bis 1,5 Kilogramm Muskelmasse verloren gehen!

Bei der Olivenernte stehe ich ständig schräg - gutes Muskeltraining!

Bei der Olivenernte stehe ich ständig schräg – gutes Muskeltraining!

Im Hinblick auf die Neuauflage unseres Mutmach-Ratgebers „Mut zur neuen Hüfte!!“ beschäftige ich mich gerade wieder mit meiner eigenen Hüft-OP-Geschichte. Damals, 2011, war ich 53 Jahre alt und hatte besonders nach der ersten Hüft-TEP trotz Training vorher und hinterher große Schwierigkeiten, u. a. meine Pomuskeln wieder aufzubauen. Erst nach der zweiten Hüft-OP fünf Monate später ging es wirklich bergauf. Erst dann hatte sich der Körper wieder erholt, fand seine Balance und sprach auf das Training an. Heute gibt es für mich keinen Tag ohne mindestens 10 Minuten Morgengymnastik. Damit es Spaß macht, kommt immer noch etwas dazu: entweder die Smovey-Vibroswing-Ringe oder mein Bellicon-Trampolin oder, wenn wir in Italien sind, mein Morgenwalk die steile Zufahrtstraße hoch.

In der Presseinfo folgt auch gleich das Droh-Szenario, wenn man das nicht macht: Bewegt man sich nicht regelmäßig, sind ab dem 70. Lebensjahr bereits 40 Prozent der Muskelmasse durch physiologischen Abbau verschwunden! Ups. „Bei Schmerzen durch Arthrose und Gelenkverschleiß führen Schonung und Vermeidungsverhalten zu zusätzlichem Muskelabbau und Funktionsverlust“, erläutert Prof. Dr. med. Henning Windhagen, Präsident der AE.  Recht hat er! Also noch einmal die dringende Empfehlung an alle, die eine Hüft-OP noch vor sich haben: nicht nachlassen, über einen aufgeklärten Orthopäden eine ambulante Reha vor der OP beantragen, um dort gezielt mit Physiotherapeuten und qualifizierten Trainern die Muskulatur aufzubauen.

Mittagspause bei der Olivenernte - mit Pasta und Olivenöl, Burrata und Tomaten. Linsen - und Wein.

Mittagspause bei der Olivenernte – mit Pasta und Olivenöl, Burrata und Tomaten. Linsen – und Wein. Denn nur gesund geht ja auch nicht!

Und wie sehen die Ernährungstipps aus: Empfohlen wird eine abwechslungsreiche, ausgewogene, kalorienarme und nährstoffreiche Ernährung. Sportnahrungsmittel, etwa Proteinpulver, Vitamine und Spurenelemente könnten nach Rücksprache mit dem Hausarzt gegebenenfalls zusätzlich eingenommen werden. Klingt nach Binsenweisheit, ist es aber für viele Menschen nicht! Da wir in unserem Haus in Italien immer viele Freunde und Bekannte zu Gast haben, wundere ich mich schon gar nicht mehr über merkwürdige Gewohnheiten, die gar nicht mehr hinterfragt werden. Da wird auf nüchternen Magen der schwarze Kaffee in sich hineingeschüttet. Ja, geht`s noch? Wir sind alle übersäuert und sollten gerade morgens bitteschön erst einmal mit einem sanften Tee (oder lauwarmem Wasser) anfangen. Da werden Riesenportionen Fleisch eingekauft, um sie auf den Grill zu werfen. Bekanntlich sollen gerade arthrotisch veranlagte Menschen eher fleischarm essen. Und schon gar nicht dazu industriell gefertigte Grillsaucen mit ihren künstlichen Zusatzstoffen! Wie wäre es mal mit einem selbstgemachten Yoghurt-Minze-Dip dazu – mit und ohne Knoblauch? Die Griechen machen es mit ihrem Tsatsiki vor. Gegrilltes Gemüse schmeckt übrigens hervorragend. Und ich spreche jetzt pro domo, wenn ich sage: Frisches, handwerklich produziertes Olivenöl darüber ist das Köstlichste was es gibt!

In diesem Sinne, wünsche ich allen einen bewegten und gesunden Herbst 2017!

 

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Die Sonne in die Leiste hineinlassen – mit Floor Barre-Training

Wir sind ja mitten in den Vorbereitungen für unsere Neuauflage von „Mut zur neuen Hüfte!“. Der Mutmach-Ratgeber aus Patientensicht ist derart erfolgreich, dass die Erstauflage so gut wie ausverkauft ist. Anfang 2018 wird „Mut zur neuen Hüfte II“ erscheinen – mit neuen Fachärzte-Interviews, neuen Erkenntnissen und neuen Erfahrungsberichten. Die Interviews sind so gut wie abgeschlossen. Wir werden u. a. eine Reiterin dabei haben, eine Agility-Sportlerin – und zwei Tänzerinnen.

Birgitta leitet Ingrid am Boden an, Mehmet fotografiert für "Mut zur neuen Hüfte II"

Birgitta leitet Ingrid am Boden an, Mehmet fotografiert für „Mut zur neuen Hüfte II“

All diese Sportarten funktionieren wieder prächtig mit künstlicher Hüfte. Wir Autoren lernen bei unseren Recherchen und bei den verschiedensten Facebook-Anfragen in der so nützlichen TEPFIT-Facebook-Gruppe selbst immer noch hinzu. Zum Beispiel zum Thema Revision, das einer „unserer“ Patienten, Alfred, schon hinter sich hat. Oder wir stoßen auf neue Fitness-Möglichkeiten, wie die grünen Smovey-Ringe, die wir mit einer Trainerin auch bei unserem TEPFIT-Gesundheitsworkshop vom 23. bis 25. Februar 2018 in Hagen vorstellen werden. Die Anmeldung dazu läuft gerade über Facebook bzw. über diesen Link hier. Wir schicken die Infos gern auch per Mail. Eine Anfrage über autoren@mut-zur-neuen-huefte.de genügt.

Jüngst habe ich Floor Barre AIM kennengelernt. Nie gehört? Ich auch bis dahin nicht. Aber nun habe ich es eine Stunde lang erfahren, und zwar mit Choreographin und Profi-Tänzerin Birgitta Trommler, die zwischen dem Tanzprojekt München und Choreographien in New York pendelt, und unserer Buchleserin Ingrid Maier. Sie hat mich darauf aufmerksam gemacht. Danke, liebe Ingrid! Ihre Hüft-OP ist übrigens erst ein knappes Jahr her und sie trainiert wieder voll motiviert.

Floor Barre-Training mit Profi-Tänzerin Birgitta Trommler, stehend, und Schülerin Ingrid

Floor Barre-Training mit Profi-Tänzerin Birgitta Trommler, stehend, und Schülerin Ingrid

Was also ist das? Es ist eine funktionelle Bewegungsmethode am Boden, d. h. ohne die Anstrengung, der Schwerkraft trotzen zu müssen. Floor = Boden, Barre = die Ballettstange. „Floor Barre“ = das Basis-Balletttraining wird von der stehenden Position auf den Boden verlegt. Geschult werden dabei die Stabilität, Balance, korrekte Ausrichtung und Platzierung der gesamten Muskulatur des Körpers. Ziel ist es, dass Muskeln und Gelenke aufeinander eingespielt werden und in kürzester Zeit die muskuläre Erinnerung einsetzt.

Eine Trainerin leitet die Schüler zum Stehen, Sitzen, Gehen und Drehen im Liegen an. Das geschieht keineswegs in völliger Entspannung, sondern stets mit leichtem Muskeltonus, denn sonst würde man ja realiter umfallen (am Boden liegend natürlich nicht). Die Übungen sind im besten Sinne befreiend. Schönes Bild von Birgitta: Öffne Deine Leiste, lass` die Sonne hineinscheinen, als ob Du ein Sonnenbad nehmen würdest. Mach Dich lang und frei! Nach einer Stunde fühlt man sich tatsächlich leicht schwebend

Für uns Hüftmenschen bedeutet das: Der Körper spürt sich selbst in die ideale Balance-Position hinein. Birgitta weiß, wovon sie spricht. Denn Anfang 2013 hat sie von Prof. Dr. Plötz bei den Barmherzigen Brüdern in München eine Hüft-TEP eingesetzt bekommen. „Bei mir gab es gar keine Diskussion: Das war Verschleiß. Wir Tänzer kennen unseren Körper schließlich in- und auswändig.“ Nach der OP hat sie eine ambulante Reha gemacht, die sie allerdings rasch gelangweilt hat. „Ich finde dieses Fitnesstraining so stumpfsinnig und viel zu wenig präzise. Keiner kontrolliert, wie es gemacht wird. Bei den meisten Menschen stimmt die Aufrichtung nicht. Schon kleine Kinder gehen alle schief.“

Ingrid, Autorin Heidi Rauch und Birgitta - Tanzen geht auch mit künstlichen Hüften prächtig!

Ingrid, Autorin Heidi Rauch und Birgitta – Tanzen geht auch mit künstlichen Hüften prächtig!

Ganz saubere Bewegungen sind wichtig: „Der Körper soll nicht nachmachen, sondern selber erfahren, lernen.“ Damit trifft sich diese Methode mit der Alexander-Technik, die ich ja im Vorfeld meiner eigenen Hüft-OPs auch kennenlernen durfte. Es geht darum zu spüren, wie Bewegungen möglichst anstrengungslos, weil mit den „richtigen“ Muskeln, ausgeübt werden. Ich selbst zum Beispiel halte immer den Atem an, wenn es anstrengend wird. In der Floor Barre-Stunde habe ich etwa geübt, mich mit dem Ausatmen aus dem Liegen fließend aufzurichten – und nicht hauruck mit zusammengebissenen Zähnen. Da ich im Sommer nach einer blöden Bewegung einen lästigen Hexenschuss hatte, achte ich inzwischen besonders darauf, nicht alles so zackig zu machen.

Wenn man das Anfänger-Stadium überwunden hat, geht man bei Floor Barre übrigens zu fließenden Bewegungen am Boden zu Musik über. Denn AIM steht für Anatomy in Motion. In diesem Sinne: Bleiben Sie in – fließender – Bewegung!

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