Quadratus lumborum, knackiger Po – und persönliche Tipps auf YouTube

Man erfährt doch immer wieder Neues über seinen Körper: Ich habe also auch einen Quadratus lumborum, einen quadratischen Lendenmuskel am hinteren Darmbeinkamm, der ab und an muckt. Aufgeklärt hat mich meine Erdinger Manualtherapeutin Kerstin Reinicke, zu der ich in jüngster Zeit wieder öfter mal gehe. Sie massiert und drückt dann an diesem verspannten Muskel herum, um den hartnäckig fest sitzenden Schmerz auf der linken Seite zu lösen.

Beim Golfschwung ist Hüftrotation nötig.

Beim Golfschwung ist Hüftrotation nötig.

Die Aufgabe dieses Muskels ist die Stabilisierung der Wirbelsäule. Neben dem Gluteus medius, dem mittleren Gesäßmuskel, ist er der am meisten verkannte Muskel, wenn es um Rückenschmerzen oder ISG-Blockaden geht. ISG = Iliosakralgelenk, Kreuzbein-Darmbein; wird sehr gern genommen, um diffuse Beschwerden zu erklären, ist aber laut meiner Manualtherapeutin in den seltensten Fällen die Ursache. O-Ton: „Wenn die Orthopäden simple Mobilitätsübungen mit den Patienten machen würden, könnten sie leicht feststellen, dass es sich nicht um das ominöse ISG handelt.“ Aha, also ist eher QL der Übeltäter. Warum?

Mein Mitautor Peter Herrchen trainiert seine das Gangbild stabilisierenden Muskeln nach einer Revisions-OP noch mit Gehhilfen.

Mein Mitautor Peter Herrchen trainiert seine das Gangbild stabilisierenden Muskeln nach einer Revisions-OP noch mit Gehhilfen.

Auch hier gibt es eine gute Erklärung für alle Hüft-Betroffenen: Die eingeschränkte Beweglichkeit, bei mir aufgrund einer doppelseitigen Hüftdysplasie, besteht ja schon seit frühesten Jahren und wird prima vom jungen Körper kompensiert. Können sich die Hüftköpfe nicht bewegen, bewegt sich eben die Lendenwirbelsäule. Das macht sich erst später bemerkbar. Nach der gelungenen Hüft-OP, bei mir beide Seiten 2011, könnte sich der Körper ja entspannen. Aber nein, 50 Jahre Körpergedächtnis sind nicht einfach zu „überschreiben“. Bei anspruchsvollen Bewegungen, bei mir der Golfschwung, erinnert sich der Körper leider wieder an alte Muster – und bemüht den Quadratus.

Heidi Rauch und Peter Herrchen nach dem Video-Dreh in der Medical Park-Klinik St. Hubertus in Bad Wiessee am Tegernsee.

Heidi Rauch und Peter Herrchen nach dem Video-Dreh in der Medical Park-Klinik St. Hubertus in Bad Wiessee am Tegernsee.

Was ist zu tun: Übungen, Übungen, Übungen! Ich stärke also gezielt den Gluteus maximus, den großen Gesäßmuskel, und den Gluteus medius. Ergebnis: hoffentlich knackigerer Po! Sinn der Sache: Die Pomuskeln sollen die Bewegung initiieren und damit auch die Lendenwirbelsäule entlasten.

In unseren neuen YouTube-Videos zeigen wir zwar keine solchen Übungen, aber mein lieber Mitautor Peter Herrchen und ich geben Tipps rund um die Hüft-OP. Im jüngsten Sieben-Minuten-Film geht es um den „richtigen Zeitpunkt“, das vermeintliche „zu jung“ für eine Hüft-TEP. Auf unserer Buch-Homepage werden wir auch bald ein Video zum Thema Knie veröffentlichen.

Übrigens würden wir uns über amazon-Rezensionen für unsere Neuauflage „Mut zur neuen Hüfte!!“ freuen. Die Erstauflage hat 49 Rezensionen, die zweite erst 2!

An dieser Stelle wünsche ich allen Lesern einen schönen und bewegungsfreudigen Sommer 2018!

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Peter Herrchens Revisions-OP, unsere YouTube-Videos und Dr. Raimund Völker

Dritte Hüfte für meinen lieben Mitautor Peter Herrchen – 21 Jahre nach der ersten und 10 Jahre nach der zweiten Hüft-OP: Er hat sich am 25. April 2018 einer Wechsel-OP seiner „Hamburger Hüfte“ unterziehen müssen und hat nun links und rechts „Garmischer Hüften“. Über seine Erfahrungen schreibt Peter in seinem Blog und in der geschlossenen Facebook-TEPFIT-Gruppe.

Dreharbeiten am Tegernsee: Heidi Rauch besucht Peter Herrchen 3 Wochen nach dessen Wechsel-OP.

Dreharbeiten am Tegernsee: Heidi Rauch besucht Peter Herrchen 3 Wochen nach dessen Wechsel-OP.

Wer nicht so viel lesen mag, der kann sich unser neues YouTube-Video anschauen: Wir beiden Mutmach-Ratgeber-Autoren sprechen am Tegernsee über Polyethylen-Abrieb, Zement-Entfernung und Sportverrücktheit. Aktueller Stand nach fünf Wochen: Es geht langsam bergauf. Buchstäblich in kleinen Schritten kämpft sich Peter wieder an seine alte Fitness heran – momentan mit einer Physiotherapeutin und wenig Belastung (20 Prozent!) auf dem operierten Bein. In die Reha in Bad Wiessee kommt er erst Mitte Juni. Wir werden erneut per Video berichten – natürlich wieder ausgestattet mit unseren blauen „Mut zur neuen Hüfte“-Polos.

Dr. Raimund Völker ist ein Fan unseres Buchs "Mut zur neuen Hüfte!!" und ein Gegner des AMIS-Zugangs.

Dr. Raimund Völker ist ein Fan unseres Buchs „Mut zur neuen Hüfte!!“ und ein Gegner des AMIS-Zugangs.

Zu bestellen sind sie ab sofort in unserem Online-Shop! Wer sich über den Preis wundert: Es ist beste Bio-Baumwolle, schön bestickt (nicht nur bedruckt) – und wir spenden 3 Euro pro Polo der Aktion PIT-Togohilfe e. V. Alljährlich hilft hier ein Ärzteteam aus Trostberg (um Dr. Deuble) vor Ort und implantiert u. a. auch Hüft-TEPs. Die Vorsitzende Margret Kopp schrieb uns: „Pro Hüft-OP benötigen wir in Togo ca. 750,- €. Das sind die reinen Sachkosten, die togoischen und die bayerischen Ärzte arbeiten ehrenamtlich, das bayerische Team reist auf eigene Kosten nach Togo. Der nächste Ärzte-Einsatz mit Hüft-OP’s findet voraussichtlich im November 2018 statt.“

Inzwischen ist auch der Münchner Hüft-Spezialist Dr. Raimund Völker mit einem „Mut zur neuen Hüfte“-Polo ausgestattet. Er ist ein Kritiker des in den Medien sehr gepushten AMIS-Zugangs und sagt auf unserer Website, warum. In der Rubrik „Dr. TEP rät ergänzt er die Ausführungen von Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap-Klinik in Garmisch-Partenkirchen.

Arthrose-Treffen auf dem Golfplatz: Titanhüften-Heidi, Hüft-Operateur Dr. Raimund Völker, und Bloggerin Barbara Egger

Arthrose-Treffen auf dem Golfplatz: Doppel-Titanhüften-Heidi, Hüft-Operateur Dr. Raimund Völker und Bloggerin Barbara Egger – beide Damen übrigens in Belleggia-Golfschuhen. Inzwischen hat Dr. Völker auch welche gekauft!

Getroffen haben wir den sympathischen Arzt beim 2. TEPFIT-Golfturnier im GC Karwendel, das nebenbei dem grenzübergreifenden Erfahrungsaustausch über künstliche Hüften und Knie diente. Denn mit dabei war auch die Tiroler Bloggerin Barbara Egger mit ihrem Mann, dem Fotografen Erich Spiess: Sie ist zwar „nur“ von Rhizarthrose betroffen, aber ihr Mann spielt mit einer Knie-TEP wieder schmerzfrei Golf – und fährt als Tiroler natürlicher auch wieder Ski. Wenige Wochen vorher haben Peter Herrchen und ich einen Vortrag im Rahmen des Arthrose-Forums von Barbara gehalten, das sie im Vivea-Gesundheitshotel in Umhausen, Ötztal, veranstaltet hat. Und hinterher sind wir zu dritt – Peter spielt ja nicht Golf – eine Runde im GC Mieminger Plateau gegangen.

Handicap-Verbesserung am 30. Mai im GC Valley

Handicap-Verbesserung am 30. Mai im GC Valley

Mein Fazit jetzt, wo die Golfsaison wieder begonnen hat: Es hat sich gelohnt, nach unserem 2. TEPFIT-Workshop in Hagen im Februar wieder verstärkt auf dem Bellicon-Trampolin zu trainieren und dazu die grünen Smoveys-Ringe zu schwingen. Ich habe nämlich am 30. Mai endlich mal wieder mein Handicap verbessert! Nachzulesen auf meiner Wunsch-Schuh-Seite über die stützenden (Golf-)Schuhe von Belleggia.

Männer können hier aufhören zu lesen, denn jetzt kommt eine Information nur für Frauen: Wenn die Gelenke verstärkt schmerzen, kann es auch an den Hormonen liegen! Ein sinkender Östrogenspiegel in den Wechseljahren ist oft für diffuse Beschwerden verantwortlich. Nachdem ich nämlich versucht habe, mein Östrogen-Gel (morgens) und die Progesteron-Kapsel (abends) abzusetzen, bekam ich massive Beschwerden. Meine Frauenärztin meint, ich sollte beim nächsten Versuch, die künstlichen Hormone abzusetzen, langsam ausschleichen, mir ein halbes Jahr Zeit dafür geben. Nachdem ich wieder diese vermaledeiten Hitzewallungen bekommen habe, werde ich den nächsten Ausstiegsversuch noch ein bisschen hinauszögern – und meine Titanhüften-Beweglichkeit genießen!

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7 Tipps, um gesund und glücklich zu bleiben – und 2. TEPFIT-Golfturnier am 5. Mai 2018 im GC Karwendel

Ich bin im letzten Sommer 60 Jahre alt geworden, bin fit und gesund – und fühle mich trotzdem manchmal alt. Die Energie lässt nach, an manchen Stellen zwickt es, Todesfälle im Umfeld lassen mich nachdenklicher und trauriger werden. Just zum richtigen Zeitpunkt landete da in meinem Maileingang eine Pressemitteilung, die mir doch tatsächlich den Weg wies: raus an die frische Luft, beweg` Dich, mach` Sport mit lieben Mitmenschen. Und was soll ich sagen: Hinterher ging es mir um Längen besser!

Frühlingsrunde im Golfclub I Lauri am 3. April 2018

Frühlingsrunde im Golfclub I Lauri am 3. April 2018

Anlass für diese Presseinfo war der Tag der älteren Generation, der seit 1968 (!) traditionell am ersten Mittwoch im April, also in diesem Jahr am 4. April 2018, begangen wird. Der Internationale Tag der älteren Generation findet dagegen seit 1990 erst am 1. Oktober statt. Auf jeden Fall ließ mich die Überschrift aufhorchen: „Sieben Tipps, um gesund und glücklich zu bleiben“.

Diese Tipps gibt der Münchner Hüft- und Knie-Spezialist Dr. Johannes Schauwecker. Er ist u. a. Fachprüfer bei der Bayerischen Landesärztekammer und verstärkt nach zwölfjähriger Tätigkeit am Universitätsklinikum rechts der Isar und über 3.000 Operationen seit Oktober 2017 das Orthopädiezentrum München Ost (OZMO).

Zusammenhang zwischen Glück und Gesundheit

„Gerade im Alter spielen Psyche und Bewegung für die Gesundheit und Lebensqualität eine entscheidende Rolle. Laut einer britischen Studie besteht ein wichtiger Zusammenhang zwischen Glück und Gesundheit. Die Ergebnisse zeigen, dass zufriedene Senioren länger fit sind als unglückliche oder einsame alte Menschen“, sagt Dr. Schauwecker.

Sportliche Bewegung wirkt dabei in zweifacher Hinsicht. Bereits zwei Stunden Sport pro Woche genügen laut einer Studie der Universität Karlsruhe, um das Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte um das Fünffache zu reduzieren. Gleichzeitig ist Sport ein echter Glücklichmacher und hervorragend als Vorbeugung gegen Depression und sogar gegen Demenz geeignet.“

Hier etwas zusammengefasst die sieben besten Tipps von Dr. Schauwecker, um im Alter gesund und glücklich zu bleiben.

  1. Altersgerechtes Kräftigungs- & Ausdauertraining

Treiben Sie regelmäßig altersgerechten Sport. Ich empfehle eine Kombination aus Kräftigungs- und Ausdauertraining. Kräftigung: mit einfachen Bodenübungen insbesondere die Rumpfmuskulatur, also Bauch und Rücken, stärken, um sich vor der Volkskrankheit Rückenschmerzen zu schützen. Ausdauer: zwei bis drei Mal pro Woche mindestens eine halbe Stunde zügig spazieren gehen oder schwimmen. Das stärkt das Herz-Kreislauf-System und die Gelenke, verbessert die Abwehrkräfte und setzt jede Menge Glückshormone frei!

  1. Genuss & Gemeinsamkeit

Genießen Sie Ihr Leben und vermeiden Sie Einsamkeit. Treiben Sie Sport mit der Familie, mit Freunden oder im Verein. Das steigert die Motivation und macht mehr Spaß.

  1. Zeit lassen & abwechseln

Übertreiben Sie es nicht. Wenn Sie neu in den Sport starten, muss Ihr Körper sich erst an die Belastung gewöhnen. Während das Herz-Kreislauf-System sich relativ schnell anpasst, brauchen Knochen und Gelenke oft länger. Sollten Beschwerden auftreten, lassen Sie diese frühzeitig von einem Arzt abklären. Oft ist es auch sinnvoll, Sportarten abzuwechseln, also statt Joggen oder Walken mal zum Schwimmen zu gehen.

  1. Schlank bleiben

Beachten Sie Ihr Gewicht. Ideal ist ein Body-Mass-Index zwischen 20 und 25. Regelmäßig sollten Sie auch Ihren Bauchumfang messen. Bei über 88 cm (Frauen) bzw. 102 cm (Männer) besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für das Auftreten von Krankheiten, wie koronarer Herzkrankheit, Schlaganfall und Diabetes mellitus Typ 2. Idealerweise sollte der Bauchumfang bei Frauen unter 80 cm, bei Männern unter 94 cm betragen.

  1. Wasser trinken

Trinken Sie ausreichend Wasser, am besten zwei Liter am Tag. Verzichten Sie auf Nikotin. Und genießen Sie Alkohol nur gelegentlich und in Maßen.

  1. Freude am gesunden Essen ohne Diäten

Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen. Lassen Sie sich dabei die Freude am Essen nicht nehmen. Meiden Sie besser Diäten, da diese über den Jo-Jo-Effekt oft nur das Gegenteil bewirken. Auch jede Form von einseitiger Ernährung, z. B. der radikale Verzicht auf Kohlenhydrate, kann gerade im Alter häufig negative Folgen haben.

  1. Durchchecken lassen

Nutzen Sie die Früherkennungs- und Präventionsprogramme, z. B. die Knochendichtemessung zur Abklärung einer Osteoporose. Je früher Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt Gegenmaßnahmen einleiten, desto besser sind die Chancen, den Knochenabbau zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen. Jenseits des 60. Lebensjahrs ist es ratsam, regelmäßig den Zustand des Herz-Kreislauf-Systems sowie der Gelenke und Wirbelsäule ärztlich untersuchen zu lassen.

Bewegung in farbenfrohen (Golf-)Schuhen macht noch mehr Spaß!

Bewegung in farbenfrohen (Golf-)Schuhen macht noch mehr Spaß!

In diesem Sinne möchte ich allen Golfern und Golferinnen unter den Lesern dieses Blogs das zweite von mir organisierte TEPFIT-Golfturnier ans Herz legen. Es findet wieder in Zusammenarbeit mit der endogap-Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen statt, diesmal allerdings im Golfclub Karwendel, und zwar am Samstag, 5. Mai, ab 14 Uhr. Gespielt werden 9 Löcher. Zu gewinnen gibt es u. a. ein Paar Wunsch-Schuhe von Enrico Belleggia, dessen farbenfrohe Golf- und Freizeitschuhe mit der stützenden Sohle ich seit Ende des Jahres in Deutschland und Österreich vertreibe. Anmeldung gern bei mir unter pr@heidi-rauch.de.

Auch das ein Anti-Aging-Programm: Neue Ideen halten jung!

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Bewegende Momente beim 2. TEPFIT-Workshop von uns Buchautoren

25 fröhliche Hüft-TEPler trafen sich am 24. Februar 2018 in Hagen und erlebten im wahrsten Sinne des Wortes bewegende Momente voller Schwung: schwingend auf dem Bellicon-Trampolin, swingend mit den grünen Gute Laune-Smovey-Ringen und schwungvoll gehend mit Faszien-Unterstützung.

Kompetent informierte Prof. Dr. Katthagen die Teilnehmer u. a. auch über Konchentransplantate.

Kompetent informierte Prof. Dr. Katthagen die Teilnehmer u. a. auch über Konchentransplantate.

Der von mir und meinem Mitautor Peter Herrchen organisierte 2. TEPFIT-Gesundheitsworkshop im top-ausgestatteten Arcadeon-Tagungshotel war ein voller Erfolg. Den Auftakt machte ein sehr informativer Vortrag von Prof. Dr. Bernd-Dietrich Katthagen, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Hüft- und Knie-Endoprothetik aus Dortmund. Er weckte das Interesse der Teilnehmer vor allem mit den Aussichten auf das digitale Zeitalter in der Endoprothetik, das mit passgenauen 3 D-Endoprothesen sowohl für Hüften als auch für Knie gerade erst angefangen hat. Er sprach ganz im Sinne unseres Mutmach-Ratgebers „Mut zur neuen Hüfte!!“ : „Bei keiner OP ist die Lebensqualität bei den Patienten so angestiegen wie bei der Hüft-OP. Wir reden hier auch von einer Verlängerung der Lebenserwartung.“

Sportlich aktiv auf dem Trampolin

Seit 2010 starte ich schwungvoll in den Tag mit meinem Bellicon-Trampolin.

Seit 2010 starte ich schwungvoll in den Tag mit meinem Bellicon-Trampolin.

Der großzügige Tagungsraum verwandelte sich danach flugs in ein Fitness-Studio, als Trainerin Nadine Abel mit 15 bunten Bellicon-Trampolins anrückte. Alle Teilnehmer schwangen fröhlich im Takt und fühlten sich im wahrsten Sinne des Wortes beschwingt. Das Auf und Ab des Körpers auf der weichen Matte, die an gelenkschonenden Gummiringen aufgehängt ist, sorgt abwechselnd für An- und Entspannung der Muskeln. Verkrampfungen lösen sich, die Bandscheiben freuen sich, der Stoffwechsel wird angeregt. Wie meinte Peters Frau ganz begeistert? „Mein Nacken tut mir gar nicht mehr weh!“ Was will man mehr?

In die gleiche Richtung zielt auch der „Vibroswing“ der grünen Smoveys-Ringe, die Trainerin Riitta Skorzewski mitgebracht hatte.

Mit den Smoveys kam der Kreislauf in Schwung!

Mit den Smoveys kam der Kreislauf in Schwung!

Der österreichische Erfinder der Spiralschläuche, in denen vier Stahlkugeln rollen, hat seine Parkinson-Krankheit damit aufhalten können. Die TEPFITten Teilnehmer, übrigens fast alle Mitglied in der geschlossenen TEPFIT-Facebook-Gruppe mit weit über 2.000 Mitgliedern, schwangen die Arme voller Enthusiasmus und mussten dazu in die Knie gehen oder die Beine vor und zurück schwingen. Super für die Koordination und die Balance.

Faszien-Spezialist Robert zeigte an Karin, wie er die tiefer liegenden Faszien aktivieren kann.

Faszien-Spezialist Robert zeigte an Karin, wie er die tiefer liegenden Faszien aktivieren kann.

Um die richtige Körperbalance ging es dann auch bei der Faszienarbeit, die der zertifizierte Rolfer™ Robert Gantke erklärte und an „Model“ Franziska demonstrierte. Der Inhaber der Dortmunder Schule für Körperarbeit zeigte humorvoll und kompetent, was man mit der richtigen Faszien-Behandlung für die Körperstruktur erreichen kann.

Alle vier Referenten bzw. Trainer einte die Bejahung zur Bewegung und damit zur Pflege des „Muskel- und Faszienkorsetts“, das die künstliche Hüfte stützt und schützt. Ich konnte nicht umhin, die Teilnehmer zu täglicher Morgengymnastik zu ermahnen, während mein Mitautor Peter Herrchen auf ca. drei Mal Sport pro Woche setzt. Beides zusammen wäre natürlich ideal!

Glückliche Autoren/Organisatoren und glückliche Trainer nach einem gelungenen Workshop

Glückliche Autoren/Organisatoren und zufriedene Trainer nach einem gelungenen Workshop

Reger Austausch und Ausblick auf Berlin 2019

Wichtig in diesem Zusammenhang war auch der Austausch der teilweise weit angereisten Titanhüften-Träger untereinander. Der begann schon am Vorabend des Workshop-Tags bei der amüsanten Nachtwächterführung auf der Burg Hohenlimburg, die Vor-Ort-Organisatorin Doris Brauckmann angeregt hatte.

Das Orga-Team Peter, Doris, Heike, Ulrike.

Das Orga-Team Peter, Doris, Heidi, Ulrike.

Und er endete abends an der schicken Hotel-Bar, wo u. a. Facebook-Admin Ulrike Steyer die Lachmuskeln der Gruppe ordentlich kitzelte. Ihr Erfahrungsbericht voller Ängste vor der OP, der von Reiterin Wiebke Schüller und Handballtrainer Wolfgang Rommel, die ebenfalls in Hagen dabei waren, ist nachzulesen in der erst kürzlich erschienenen Neuauflage des Erfolgsratgebers „Mut zur neuen Hüfte!!“. Ein Muss für jeden Betroffenen.

Beim Frühstück wurde dann schon der 3. TEPFIT-Gesundheitsworkshop in Berlin am 6. April 2019 geplant. Vorschläge kamen vor allem aus dem Kreis der „Wiederholungstäter“, die nach dem anregenden Wochenende in Hagen sicher in Berlin noch zahlreicher werden. Wir freuen uns schon auf Yoga, Zumba & Co. in der Hauptstadt!

Und hier das 4-Minuten-Video über den Workshop.

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Druckfrisch: „Mut zur neuen Hüfte!!“ – mit 70 Seiten mehr!

Meine Buch-Babies frisch gedruckt!

Meine Buch-Babies frisch gedruckt!

Hurra! Es ist da: „Mut zur neuen Hüfte!!“ – man beachte die zwei Ausrufezeichen – ist in Neuauflage erschienen. Es gibt 70 Seiten mehr Informationen, neue spannende Erfahrungsberichte uvm. Derzeit verschicken wir die Belegexemplare. Die erste Bestellung vom Grossisten ist auch schon eingetroffen. Wir freuen uns total! Gern versenden wir auch noch ein paar Bücher mit Widmung. Einfach eine Mail an: autoren@mut-zur-neuen-huefte.de.

An dieser Stelle exklusiv ein paar Aussagen vom Mitgliedern meines Golfclubs München Eichenried zum Thema was sie tun, um bis ins hohe Alter fit zu bleiben. Diese Umfrage wird erst Mitte März im „Fairway Magazin 2018“ erscheinen, aber ich finde die Fitness-Tipps total ermunternd. Besonders die von Werner Rygol, in jüngeren Jahren erfolgreicher Musikproduzent in München, nun mit 92 Jahren seinen Ruhestand genießend. Und was tut er in seinem Alter noch? Golf spielen und täglich Gymnastik.

Kniebeugen der speziellen Art: Eichenrieds Geschäftsführer Wolfgang Michel erklärt mir den Aufbau der neuen Grüns.

Kniebeugen der speziellen Art: Eichenrieds Geschäftsführer Wolfgang Michel erklärt mir den Aufbau der neuen Grüns.

O-Ton: „Das Geheimnis ist Bewegung. Als ich im Jahr 2000 das Tennisspielen aufgegeben habe, wurde das durch Power Walking ersetzt, und zwar jeden Abend fünf Kilometer! Inzwischen hat das regelmäßige Golfspielen das Power Walking ersetzt. Bewegung muss sein. Die besten Gedanken kommen mir beim Gehen durch den Englischen Garten. Jeden Morgen mache ich zudem Gymnastikübungen, die mir meine Physiotherapeutin gezeigt hat: Lockerungs- und Entspannungsübungen für die Muskeln, zusätzlich zu meinen 10 Kniebeugen und 10 Liegestützen.

Und Sibylle F, 76: „Ich versuche mich einigermaßen fit zu halten, indem ich mich jeden Tag so viel wie möglich bewege. D. h. im Winter (fast) täglich etwas Gymnastik, laufen, radeln, keinen Aufzug benützen, möglichst das Auto meiden. Ja klar, natürlich auch relativ gesund ernähren. So bin ich ca. zwei Stunden beschäftigt. Dies bedeutet aber nicht immer, dass alles schmerzfrei wäre. Aber 18 Loch sind (noch) kein Problem.“

Also: Auch im Winter nicht einrosten! Und auf der Couch: Den Mutmach-Ratgeber von Peter Herrchen und mir lesen. Die Lektüre lohnt auch für Nicht-Hüft-Patienten.

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Neuauflage „Mut zur neuen Hüfte!!“ – Vorbestellungen sind möglich!!

Zunächst einmal alle guten Wünsche an dieser Stelle für das neue Jahr 2018, das hoffentlich gesund und bewegungsfreudig werden möge!

Hinter dem fast identischen Cover verbirgt sich ein komplett neuer Inhalt!

Hinter dem fast identischen Cover verbirgt sich ein komplett neuer Inhalt!

Mein lieber Mitautor Peter Herrchen und ich freuen uns, dass in Kürze die komplett überarbeitete Neuauflage unseres erfolgreichen Mutmach-Ratgebers „Mut zur neuen Hüfte!!“ erscheint –  die 320 Seiten (!) werden Ende Januar gedruckt vorliegen. Ein E-Book gibt es dann selbstverständlich auch.

Die Neuauflage bietet: neue Fachärzte-Interviews, neue Erfahrungsberichte und neue Erkenntnisse. Von den 15 Patienten, die über ihre Hüft-OP, ihre neue Lebensfreude danach mitsamt sportlichen Erfolgserlebnissen berichten, sind 10 komplett neu. Die fünf verbliebenen, darunter auch wir beiden Autoren, wurden ergänzt und aktualisiert. U. a. berichtet Alfred über seine Revisions-OP, ein wichtiges Thema.

Saskia, 22, glücklich mit Hüft-TEP beim Skifahren gleich nach Neujahr 2018 im Stubaital

Saskia, 22, glücklich mit Hüft-TEP beim Skifahren gleich nach Neujahr 2018 im Stubaital

Die „Neuen“ decken eine große Bandbreite ab: Von der bei der OP erst 21-jährigen Saskia, die mit ihrem Hund wieder fröhlich Agility-Training macht und uns gerade ein Foto vom Neujahrs-Skifahren im Stubaital geschickt hat, bis zu unserem sportlichen Jakobsweg-Geher Volker, der beide Hüften auf einmal operieren lassen hat. Dabei werden auch Komplikationen nicht verschwiegen – von der psychischen Blockade bis zum einsinkenden Schaft. Aber allen Berichten gemeinsam ist der Mut und der Wille zur Bewegung!

Sehr stolz sind wir darauf, dass wir dank der Vermittlung von Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap-Klinik in Garmisch-Partenkirchen, als prominenten Hüft-TEPler den allseits beliebten Fußball-Nationalspieler Klaus Augenthaler dabei haben.

Wer also neugierig geworden ist: Wir nehmen ab sofort Vorbestellungen an! Das über 70 Seiten dickere Buch als sein Vorgänger, das natürlich auch wieder reich bebildert ist, kostet 24,90 Euro. Wir verschicken es an alle Vorbesteller versandkostenfrei auf Rechnung. Eine e-mail an: autoren@mut-zur-neuen-huefte.de genügt.

Die offizielle Buchpremiere findet übrigens im Rahmen unseres 2. TEPFIT-Gesundheitsworkshops in Hagen vom 23. bis 25. Februar 2018 statt. Wer noch dabei sein will, der muss sich sputen. Wir sind eigentlich schon vollbesetzt, nehmen aber gern noch ein paar wenige „Last minute“-Bucher an. Übrigens sind auch drei Mitwirkende aus dem neuen Buch dabei – plus Peter und ich! Hier der Link zur direkten Anmeldung: https://pages.teggee.com/de/TEPFIT-Gesundheitsworkshop-2018.

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10 lebensfreudige Bewegungstipps für TEP-Träger

Anstelle eines Weihnachtsgedichts gibt es hier zu den Feiertagen und zum Jahreswechsel ein paar bewegungsfreudige Tipps für alle Lebenslagen:

1) Im Bett: Schon im Bett vor dem Aufstehen Streck- und Reckübungen machen, um vor allem die Leistengegend nach möglicher Seitenschläferlage zu dehnen und zu entspannen.

2) Im Bad: Beim Zähneputzen auf einer Handtuchrolle stehen und versuchen, nur auf einem Bein zu stehen. Wenn man ins Wackeln kommt, ist ja das Waschbecken zum Festhalten da!

3) Im Schlafzimmer: 10 Minuten Morgengymnastik einplanen. Ob das die Fünf Tibeter sind, Qi Gong-Übungen, Stretch- und Kräftigungsübungen aus der Reha oder sonstwas: Hauptsache in Schwung kommen!

4) In Häusern: Aufzüge und Rolltreppen sind tabu. Immer, wirklich immer, Treppen steigen – hoch und runter. Hinunter durchaus auch am Geländer festhalten.

5) Unterwegs 1: Beim Warten auf den Bus, die U-Bahn oder in einer Einkaufsschlange: Nicht starr dastehen, sondern mal auf die Zehenspitzen gehen, mal einen Ausfallschritt nach hinten oder zur Seite zum Dehnen machen, mal einbeinig stehen oder festhalten und den Fuß in der Luft ein paar cm über dem Boden drehen.

6) Unterwegs 2: Bus oder U-Bahn verpasst? Parkplatz nur weit weg vom Ziel gefunden? Macht nichts: Den Weg einfach zügig laufen. Manchmal entdeckt man sogar etwas Interessantes am Wegesrand…

7) Am PC: Im Sitzen am PC mal die Beine heben, Knie durchstrecken, links und rechts abwechselnd das Bein nach vorn strecken. Gut für die Durchblutung. Sonst: Füße immer wirklich parallel auf den Boden stellen, nicht irgendwie verquer.

8) Im Büro: Immer mal wieder vom Arbeitsplatz aufstehen, Tee oder Kaffee machen, einmal den Gang entlanggehen, dabei bewusst lange Schritte machen, um immer wieder die Leiste zu dehnen.

9) Im Auto: Lange Autofahrt? Pausen machen. Die Hände ans Auto lehnen, Schritt nach hinten machen, abwechselnd dehnen. Arme hinter dem Nacken verschränken, links und rechts rotieren. Das Gestell sagt danke!

10) Für die Linie: Einmal in der Woche „dinner cancelling“. Ups, das hat gar nichts mit Hüfte oder Knie zu tun, wohl aber mit dem Wohlfühlgewicht.

In diesem Sinne wünsche ich frohe und bewegte Weihnachtstage! 

 

PS: Für alle, die wie ich nicht kochen können, aber einen wunderbaren Mann haben, der sehr gut kochen kann, hier eine vergnügliche Lektüre-Empfehlung: „Madame ist willig, doch das Fleisch bleibt zäh. Wie ich in Paris kochen lernte, ohne dabei jemanden umzubringen“ von der Österreicherin Sigrid Neudecker. Köstlich!

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