Die Orthopäden-Lüge – mit Arthroskopie viel Geld verdienen und mit Unwissenheit Menschen um ihre Lebensfreude betrügen!

Bislang haben mein Mitautor Peter Herrchen und ich uns eigentlich immer vornehm zurückgehalten und sachlich informiert. Aber jetzt platzt mir doch langsam der Kragen und ich mache es an dieser Stelle mal wie L & B, die „Lieblingsfeinde“ von Peter mit ihren Allerweltstipps, die sich exorbitant verbreiten: Wir werden reißerisch! Also heißt dieser Beitrag „Die Orthopäden-Lüge – wie gierige Ärzte mit Arthroskopie viel Geld verdienen auf Kosten der Patienten, und wie unwissende Ärzte ihren Patienten zum Aushalten von Schmerzen raten und sie um jede Lebensfreude bringen“.

Unsere geschlossene TEPFIT-Gruppe auf Facebook hat inzwischen über 2.000 Mitglieder und immer wieder muss ich lesen, dass von Schmerzen geplagten Patienten dazu geraten wird, die diagnostisch einwandfrei fällige Hüft- (oder Knie-)TEP hinauszuzögern. Grund: Geldgier und Dummheit! Dabei ist längst erwiesen, dass Arthroskopien im Gelenk so gut wie nie etwas bringen – außer Geld in die Kassen des Operateurs zu spülen. Der Patient wird hingehalten, bis er irgendwann erkennt, dass er auch gleich die Totalendoprothese hätte wählen können. Die befreit ihn nämlich wirklich von seinen Schmerzen. Zwei OPs statt einer. Blöd gelaufen.

Es ist ebenso längst erwiesen, dass Patienten mit Hüftschmerzen durch Fehl- oder Schonhaltungen ihr komplettes Gestell schädigen. Je länger sie die fällige OP hinauszögern desto größer werden die Kollateralschäden. Der häufigste Satz, den „unsere“ Patienten sagen, lautet: „Hätte ich mich nur schon früher operieren lassen!“ Aber nein, es gibt immer noch völlig blinde und taube Orthopäden, die auf dem Wissensstand der Nachkriegszeit stehen geblieben sind. Fortbildungen? Fehlanzeige! Informationen einholen im Kollegenkreis? Wieso denn?! Die Meinung haben wir schon immer vertreten, warum sollen wir sie ändern.

Peter Herrchen, sportlich aktiv mit zwei künstlichen Hüften, die er seit 1997 bzw. 2008 hat.

Peter Herrchen, sportlich aktiv mit zwei künstlichen Hüften, die er seit 1997 bzw. 2008 hat. Er ist wie Heidi Rauch 1957 geboren.

Halloooo, aufwachen!!!! Der Patient kann nicht zu jung sein. Der Patient hat Schmerzen und hat ein Recht darauf, dass er von seinem Arzt nicht hingehalten, nicht belogen wird. Es gilt, dem Patienten Mut zu machen – Mut mit hilfreichen Informationen, mit Lösungsvorschlägen, die auf der Hand liegen: Wir sind in der glücklichen Lage, dass die Medizin uns Hüft-Totalendoprothesen beschert hat, die heutzutage mindestens 25 bis 30 Jahre halten. Die Revisions-OP ist keine Hexerei. Sie beglückt den Betroffenen mit weiteren 25 bis 30 schmerzfreie Jahren. Wieso wollen Orthopäden ihre Patienten von neuer Lebensfreude abhalten? Weil sie selber unglücklich sind in ihrem Beruf? Dann sollten sie ihn aufgeben!

Heidi Rauch, seit 2011 glücklich und aktiv mit zwei künstlichen Hüften.

Heidi Rauch, seit 2011 glücklich und sportlich aktiv mit zwei künstlichen Hüften.

Wenn jetzt die Verkaufszahlen unseres Mutmach-Ratgebers „Mut zur neuen Hüfte!“ in die Höhe schnellen – gern. Wir haben nichts dagegen, denn die Neuauflage liegt schon fast druckfertig bereit. Mit seriösen Fachärzte-Interviews, Erfahrungsberichten von Betroffenen, die ihre Sportarten wieder genießen, vielen Tipps etc. Hier gleich der Link zum Kauf bei amazon. Und wir verstecken auch unsere Gesichter nicht, denn sowohl Peter Herrchen als auch ich sind Doppel-Titanhüften-Träger und hatten Operateure, die uns verantwortungsvoll behandelt haben! Danke dafür!

Über heidirauch

Diplom-Journalistin, Kultur PR-Frau (Schloss Amerang, Golfclub München Eichenried), Buchautorin (Mut zur neuen Hüfte, Mut zum neuen Knie, Oliven - Eine Liebeserklärung an den Süden), Teilzeit-Olivenbäuerin mit Oliven-Import aus den Marken (www.oliopiceno.de), Belleggia-Golfschuh-Vertriebsfrau für Deutschland
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3 Antworten zu Die Orthopäden-Lüge – mit Arthroskopie viel Geld verdienen und mit Unwissenheit Menschen um ihre Lebensfreude betrügen!

  1. dora schreibt:

    hallo zusammen,
    danke für den Beitrag. Auch ich bin Doppel Hüfttep träger und kann nur sagen, dass der Beitrag treffend ist.

  2. Jakob schreibt:

    Ein etwas gar reisserischer Beitrag und ein deutlich zu wohlklingendes Hohelied auf die prothetische Versorgung. Wie von Ihnen eingangs ja auch angekündigt.

    Fast alle Hüftarthroskopien sollen überflüssig sein? Ihr beiden sogenannten Experten: schon mal vom sehr häufig auftretenden Hüft-Impingement gehört, das (in einer frühen Phase) lediglich durch eine invasive Hüftarthroskopie behoben werden kann!

    • heidirauch schreibt:

      Lieber Jakob, ja, das Reißerische wird eine Ausnahme bleiben. Und ja, natürlich kennen wir das Impingement – s. S. 233 in unserem Buch „Mut zur neuen Hüfte!“. Wir meinen an dieser Stelle aber die diagnostizierter Arthrose 3. und 4. Grades. Und da hilft eine Arthroskopie nun wahrlich nichts mehr. Schöne Grüße von Heidi Rauch

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