A wie ABC-Pflaster, Achtsamkeit, Aufklärungsfilm – und Astronauten-Helm

Ein neues Jahr – und ich fange wieder mit dem ABC an. Grund: Heute früh habe ich mich im unteren Rücken verrissen – und das bei einer ganz banalen Bewegung, die ich einfach nicht achtsam ausgeführt habe. Ein Stuhl sollte von A nach B getragen werden – und zack verspannte sich ein Muskelstrang im Lendenwirbelbereich. Gegenmaßnahmen: auf den Boden legen, Beckenuhr und andere Lockerungsübungen, lockeres Schwingen auf dem Bellicon-Trampolin, heißes Entspannungsbad, Ibuprofen-Schmerztablette, ABC-Wärme-Pflaster. Die Lehre: Sei nicht immer so zackig, Heidi! Achtsamkeit ist angesagt. Man wird ja schließlich nicht jünger….

Dabei trainiere ich seit Anfang des Jahres sogar wieder im Fitness-Studio bzw. ich lasse mich einweisen in die verschiedensten Segnungen, die diese Motivationshäuser zu bieten haben. Trainerin Manuela zeigte mir Übungen an Geräten, die ich zuletzt 2011 bei meinen beiden Reha-Aufenthalten mit frischen Titanhüften bedient hatte. Kein Vergleich zu heute: Sollte es damals nur um leichtes Aufbautraining gehen, wird man nun als Gesunder völlig anders gezwiebelt. Die Folge: Muskelkater. Wow, und das, obwohl ich jeden Morgen 15 Minuten Gymnastik mache, regelmäßig auf dem Ergometer trainiere etc. Es ist aber einfach etwas anderes, wenn man sich vor einer Personal Trainerin anstrengt, von dieser korrigiert wird – und es einfach so gut wie möglich machen will.

Ich befinde mich da übrigens in prominenter Gesellschaft: In der letzten NDR-Talkshow hat Moderatorin Barbara Schöneberger im Gespräch mit Model Lena Gercke zugegeben, dass sie sich nun auch mal um ihre Fitness kümmert und eine Personal Trainerin engagiert hat. Die Übungen, die beide Frauen dann auf dem Studio-Boden vorturnten, sahen gar nicht so schlecht aus!

Ausdauer, Kraft, Koordination: SensoProTrainer

Alles auf einmal – Ausdauer, Kraft, Koordination, Schnelligkeit: SensoProTrainer

Kein Vergleich allerdings zum besonders kniffligen SensoPro! Man steht auf zwei gespannten „Wackelbändern“, kämpft um die Balance und soll mit den Armen noch an Bändern ziehen.

Da wird der Hüftbeuger gedehnt: Übungen auf dem Five-Hip-Mover.

Alles einzeln – da wird der Hüftbeuger gedehnt:  Hip-Mover aus dem Five-Programm.

Besonders edel: Five-Geräte. Sie sind aus Holz und Leder und erinnern nur entfernt an die gute alte Sprossenwand. Dahinter verbirgt sich ein neuartiges Rücken- und Gelenkkonzept aus der Schweiz, das ursprünglich nur fünf Geräte umfasste – daher der Name Five-Konzept. Inzwischen sind es 14, und man trainiert mit ihnen alle Körperpartien. Für uns Hüft-Patienten besonders interessant: Hip Mover. Er verspricht aktives Muskellängentraining für die vorderen Muskelketten mit Schwerpunkt auf der hüftbeugenden Muskulatur, verbessert die Hüftstreckung und entlastet das Hüftgelenk. Auch hier gilt: achtsam dehnen, atmen nicht vergessen! An dieser Stelle bald mehr dazu. Ich bin ja erst am Anfang – bzw. habe wg. der Verspannung gerade Zwangspause.

Aufmerksam machen möchte ich meine Leser an dieser Stelle auf meinen gerade veröffentlichten Beitrag auf unserer Buch-Homepage zu „Mut zur neuen Hüfte!“ und „Mut zum neuen Knie!“: Der Aufklärungsfilm von Prof. Dr. Christian Hendrich informiert wirklich umfassend-vorbildlich und dazu ästhetisch (ohne Blutgemetzel auf dem OP-Tisch) über alle Fragen rund um die Hüft-OP. Besonders interessant, wie in der Klinik des Operateurs, dem Orthopädischen Krankenhaus Schloss Werneck in Nordbayern, gegen die gefürchteten Krankenhauskeime und die Infektionsgefahr vorgegangen wird: u. a. mit Astronauten-Helmen bei der OP, die auch die Atemluft des Chirurgen filtern. Und schließlich noch eine Empfehlung für ein Buch aus der Feder des Professors, bei dem zufälligerweise der Sohn meines Operateurs, Dr. Stefan Radke, seine Ausbildung genossen hat: Achtung OP – Was Sie Ihren Orthopäden fragen sollten…“

Spezielle Infektionsschutzhelme - "Astronauten-Helme" - filtern sogar die Atemluft der Chirurgen bei der OP.

Spezielle Infektionsschutzhelme – „Astronauten-Helme“ – filtern sogar die Atemluft der Chirurgen bei der OP.

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Neujahrsgrüße an alle Titanhüften

Liebe Leserinnen und Leser, ich hoffe Sie sind gut ins neue Jahr – nein, nicht gerutscht, sondern forsch geschritten! Wenn Sie Ihre Hüft-OP noch vor sich haben, dann meint „forsch“ den mutigen Schritt hin zu neuer Lebensqualität nach dem Eingriff. Sollten Sie Ihre Hüft-OP wie ich schon hinter sich haben, bedeutet „forsch“ zuversichtlich und bewegungsfreudig ins Jahr 2015 starten. Ich tue das gerade in unserem Zweitdomizil in Italien – entweder bei zügigen Spaziergängen am Meer oder bei meinem hier obligatorischen Morgen-Walk den steilen Hang 800 Meter rauf und wieder runter.

Silvester2014 am Adriastrand von Cupra Marittima: Gischt wie an der Nordsee!

Silvester 2014 am Adria-Strand von Cupra Marittima: Gischt wie an der Nordsee!

Über Weihnachten waren wir in meiner Heimatstadt Berlin, wo ich u. a. eine nette und engagierte Leserin unseres Buchs „Mut zur neuen Hüfte!“ getroffen habe. Ulrike S. hatte mir und Peter Herrchen gemailt, dass unser Buch ihr sehr geholfen hat, die erste kaputte Hüfte endlich durch eine künstliche ersetzen zu lassen und dass sie nun voller Tatendrang der zweiten OP am 5. Januar 2015 (gutes Datum!) entgegensieht. Toi, toi, toi, liebe Frau S.!

Als ich in einem Café in Prenzlauer Berg ihre Leidensgeschichte von Anfang an gehört habe, mochte ich es gar nicht glauben, wie lange man sich quälen kann. 10 Jahre lang, ja tatsächlich 10 (!), hatte sie schon die Diagnose der fortgeschrittenen Hüft-Arthrose und wollte die Hüft-TEP doch noch so lange wie möglich hinauszögern. Klar, sie war damals erst Anfang 40 und die Ärzte ermunterten sie nicht gerade. Aber heute sagt sie: Wenn unser im September 2012 erschienenes Buch früher auf dem Markt gewesen wäre, hätte sie sich wohl doch schon einige Zeit eher getraut. Die Aufbauarbeit hinterher ist eben umso schwieriger je mehr man vorher durch Schmerzen, Tabletten und Schonhaltungen den ganzen Körper aus der Balance bringt und schädigt.

Übrigens waren mein Mann und ich im Dezember auch schon einen halben Tag auf der Skipiste und freuen uns jetzt sehr auf die Skisaison. Der Start auf dem Gletscher war nur das halbe Vergnügen. Nun liegt ja überall genug Schnee in den Alpen. Passend dazu ist in der Apotheken Umschau auch ein Artikel über „Schonende Schwünge“ erschienen. Zitiert wird darin Professor Thomas Horstmann, Chefarzt für Orthopädie in der Medical Park-Rehaklinik in Bad Wiessee. Dort waren ja auch Peter Herrchen und ich in der Reha. „Angst ist nach der Operation oft das größte Problem.“, sagt Horstmann, der mit Skilehrern des Deutschen Skiverbands (DSV) zusammenarbeitet, um Interessierte postoperativ wieder an den Wintersport heranzuführen. Die Patienten lernen in speziellen Kursen eine gelenkschonende Kurventechnik, das weiche Bremsen und das Abfedern von Wellen und Buckeln.

Peter Herrchen und Heidi Rauch beim traditionellen Vorweihnachts-Autorentreffen mit Ehepartnern

Peter Herrchen und Heidi Rauch beim traditionellen Vorweihnachts-Autorentreffen am Tegernsee mit Ehepartnern

Egal wo Sie sind, ob im Schnee oder am Meer, auf dem Land oder in der Stadt: Bewegung ist nicht nur gut für die über die Feiertage angefutterten Pfunde, sondern schüttet auch das Glückshormon Serotonin aus. Dieser Botenstoff signalisiert dem Gehirn u. a. auch, weniger Appetit zu entwickeln. Der perfekte Schlankmacher-Helfer also! In diesem Sinne: Seien Sie glücklich und bewegungsfreudig im Jahr 2015!

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Weihnachtsgrüße an alle Titanhüften

Ups, schon lange nichts mehr geschrieben. Warum? Mir geht es gut! Aber es hat sich doch einiges getan. Zum Beispiel war ich drei Jahre nach meiner zweiten OP wieder einmal bei der Kontroll-Untersuchung bei meinem nicht-operierenden Orthopäden. Ergebnis: alles prima, ich solle erst in zwei Jahren wiederkommen. Das hat er mir vor einem Jahr auch schon gesagt, fiel mir dann ein. Aber sicher ist sicher, oder? Zumal es mich einige Zeit rechts im unteren Rücken etwas gezwickt hat. Aber wie schon Eckart von Hirschhausen immer wieder betont: 90 Prozent aller Rückenbeschwerden sind Muskelverspannungen! Also habe ich brav und vorsichtiger als sonst Gymnastik- und Lockerungsübungen gemacht. Und siehe da: nichts zwickt mehr!

Ein Leser des DAV-Panorama-Artikels hat in diesem Zusammenhang ein interessantes Buch empfohlen: „Arbeitsbuch Triggerpunkt-Therapie. Die bewährte Methode zur Linderung von Muskelschmerzenvon Amber Davies. Hier dazu seine Empfehlungsworte: „Es zeigt, an welcher Stelle die Muskeln verhärtet sind, wenn sie an einer bestimmten Stelle Schmerzen haben. Es ist gut leserlich geschrieben und gibt sehr gute Anweisungen wie man die Muskelverhärtungen beseitigen kann. Für mich ein überragendes Buch – traurig, dass die dort beschriebenen (sehr einfachen) Techniken vielen Ärzten scheinbar nicht bekannt sind. Die dort beschriebene Therapie eignet sich nicht nur um größere Probleme zu behandeln und zu lösen, sondern auch kleinere Weh-wehchen wegzukriegen. Es wird auch beschreiben, dass Dehnen nicht so sonderlich förderlich (eher sogar kontraproduktiv) ist, wenn es darum geht Muskelverhärtungen (Triggerpunkte) zu lösen. Das war auch teilweise neu für mich, aber das wird für mich logisch und plausibel in dem Buch erklärt. “ Danke für diesen Tipp!

Weihnachtsmärkte schmerzfrei besuchen

Inzwischen haben sich zwei Freunde in meinem Umkreis ebenfalls eine künstliche Hüfte einsetzen lassen und sind nach der Reha wieder auf dem bewegungsfreudigeren Weg. Eine unserer Buchleserinnen hat gemailt, sie freut sich so, endlich wieder schmerzfrei die Weihnachtsmärkte besuchen zu können! Ja, verstehe ich. Gestern waren wir auf der Ameranger Schlossweihnacht – und wer über Rückenschmerzen vom Stehen geklagt hat, war mein Mann. Ich war topfit! Immer wieder kann ich nur Menschen, die vor der Hüft-OP stehen, raten: Macht vorher Sport! Stärkt Eure Muskeln, es geht hinterher umso schneller mit der Bewegungsfreude.

Heidi Rauch gut zu Fuß bei der Ameranger Schlossweihnacht 2014

Heidi Rauch gut zu Fuß bei der Ameranger Schlossweihnacht 2014

Wir wollten eigentlich nächstes Wochenende die Skisaison einläuten, aber aus Mangel an Schnee, werden wir wohl eher den Golfplatz in Zell am See besuchen und am Montag – ohne Wochenend-Andrang – auf den Kitzsteinhorn-Gletscher gehen. Apropos Ski und Golf: Die Medical Park-Klinik St. Hubertus, in der mein Mitautor Peter Herrchen und ich zur Reha waren, hat die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Skiverband beendet und die mit dem Bayerischen Golfverband aufgenommen! Hier Infos dazu: http://www.tegernseerstimme.de/exklusiv-dsv-und-medical-park-gehen-getrennte-wege/148505.html und http://www.tegernseerstimme.de/golf-statt-skiverband/151712.html.

Und noch ein Fundstück: Schauspieler-Donald Sutherland hat gesagt, er möchte noch eine Weile leben, weil sein künstliches Knie-Gelenk so teuer war! Auch eine Motivation, sich möglichst lange fit zu halten! In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern dieses Blogs eine bewegungsfreudige Vorweihnachtszeit – und dann ruhige Feiertage. Und wer noch ein Geschenk braucht: Wir importieren ja aus unserer mittelitalienischen Zweitheimat Olivenöl extra vergine und sind in der glücklichen Lage, trotz Missernte in Italien, noch gutes Olivenöl von der Ernte im Oktober 2014 liefern zu können: www.oliopiceno.de. 

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Fit mit künstlichen Gelenken – Artikel im DAV-Panorama-Magazin

„Klettern, Skifahren, Mountainbiken, Bergwandern – alles ist auch mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken möglich.“ So beginnt ein dreiseitiger Artikel von mir im DAV-Panorama-Magazin 4/2014, August/September. Es handelt sich dabei um die Zeitschrift des Deutschen Alpenvereins mit 600.000 Auflage! Entsprechend groß war dann auch die Resonanz auf diese Veröffentlichung mit drei Fotos aus unseren Büchern „Mut zur neuen Hüfte!“ und „Mut zum neuen Knie!“. Als Testimonials dienen unser Grafiker und Bergwachtler Hubert Hornsteiner mit einer künstlichen Hüfte (abgebildet beim Skifahren) und „Bergauf-bergab“-TV-Redakteur Michael Pause mit zwei künstlichen Knien (abgebildet als Gipfelstürmer mit zwei Stöcken). Aufmacher-Foto ist eine Knie-Übung auf der Wiese vor der Kulisse des sommerlichen Chiemsees mit mir und Manualtherapeutin Birgit Ferber-Busse.

Manualtherapeutin Birgit Ferber-Busse (links) zeigt mir eine Kräftigungsübung vor der schönen Kulisse des Chiemsees.

Manualtherapeutin Birgit Ferber-Busse (links) zeigt mir eine Kräftigungsübung vor der schönen Kulisse des Chiemsees.

Die ersten beiden Reaktionen kamen von Lesern, die eine Großkopf-Metall-auf-Metall-Hüftprothese haben und beunruhigt waren über den Satz, dass diese inzwischen vom Markt genommen wurden, da sie durch den Abrieb gefährliche Kobalt-Konzentrationen verursacht haben. Wir konnten beide beruhigen, denn nicht alle Hersteller sind davon betroffen. Mein Mitautor Peter Herrchen hat zwar keine Großkopf-Prothese, aber ebenfalls eine der Firma Zimmer mit Metall-auf-Metall aus einer späteren, völlig einwandfreien Serie und ist absolut beschwerdefrei. Was ich im Artikel vermieden habe, die Nennung von Firmen, können wir hier nachholen:

Es handelt sich um das Durom Metasul Implantat der Firma Zimmer, gegen das unser Patient Hartmut Tiemann in seinem Erfahrungsbericht in „Mut zur neuen Hüfte!“ (S. 218-227) zusammen mit anderen Betroffenen zu Felde gezogen ist. Siehe auch http://www.durom-hueftprobleme.de. Er selbst ist weiterhin zufrieden damit, auch wenn immer wieder schwankende Kobaltwerte in seinem Blut gemessen werden. Darüber berichtet er in unserem Buch „Mut zum neuen Knie!“ auf den Seiten 86-94. Nach einem Beitrag in der ARD-Sendung „Monitor“ am 2. April 2012 über die Durom-Hüftproblematik firmiert diese fälschlich zugelassene Prothese unter enttäuschten Betroffenen als „Durom-Schrottprothese“.

Eine zweite vom Markt genommene Großkopf-Prothese stammt vom amerikanischen Hersteller DePuy. Dazu gibt es auf Wikipedia aber folgenden Eintrag: „Im Oktober 2010 rief DePuy das ASR XL Hüftpfannen- und Hüft-Oberflächenersatzsystem zurück. Im März 2012 erschien bei The Lancet eine Studie, nach der die Revisionsrate von großen Metall-auf-Metall-Prothesen (52 mm Köpfe) nach fünf Jahren mit 5,1 % (bei 60-jährigen Männern) mehr als doppelt so hoch sei wie bei anderen Prothesen mit 2 % (40 mm Köpfe, 60-jährige Männer). Darin wird empfohlen, Metall-auf-Metall-Prothesen nicht zu verwenden. Auch im Jahr 2013 musste Depuy Synthes eine weitere Hüftendoprothese vom Markt nehmen, da es gehäuft zu vorzeitigen Revisionen gekommen ist. Zurückgerufen wird die Adept 12/14 Modular Head Komponente für einen Totalhüftgelenkersatz.“

DAV-Panorama-Magazin 4/2014

DAV-Panorama-Magazin 4/2014

Danach erreichte uns Lob von fachlicher Seite. Stellvertretend hier Auszüge aus Reaktionen von zwei Orthopäden: „Mit großem Interesse und großer Freude habe ich Ihren o.g. Artikel `Fit mit künstlichen Gelenken` gelesen. Mein Kompliment für Ihre sehr kompetenten und treffenden Ausführungen und Ratschläge, die ich gerne meinen Patienten zum Lesen empfehle.“

Und ein zweiter schrieb: „Als Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie möchte ich Sie für Ihren gelungenen Artikel loben. Er ist fachlich korrekt, stellt die heutigen medizinischen Möglichkeiten klar heraus ohne die – wenn auch seltenen – Komplikationsmöglichkeiten zu verschweigen. Solche Artikel sind notwendig (…) Anders als z. B. bei den Knie-stressenden Ballsportarten ist der Bergsport nach solchen Eingriffen nicht nur möglich sondern kann aus meiner Sicht ausdrücklich empfohlen werden.“

Und weil wir gerade beim Loben sind: In den letzten Wochen habe ich drei Golf & Bridge-Turniere gespielt und dort in der Zielgruppe 60+ gleich mehrfach unsere beiden Mutmach-Ratgeber an Betroffene verkauft. Hier auch stellvertretend zwei Lobes-Mails: „Dein Hüft-Buch ist großartig und ich habe noch am  Abend ziemlich ausführlich darin gelesen. Ganz sicher werde ich es weiter empfehlen; in meinem Umkreis gibt es in nächster Zeit einige Kandidaten/innen.“

„Ich habe das Knie-Buch schon fleißig studiert. Du hast viele gute Vorschläge gemacht, Glückwunsch dazu.“

Apropos Buch: Nr. 3 wird nicht etwa „Mut zur neuen Schulter“ oder „Mut zum neuen Sprunggelenk„. Bei diesen Gelenken ist der künstliche Ersatz noch nicht weit genug fortgeschritten. Neulich habe ich zwar sogar eine Frau mit einem künstlichen Fingergelenk getroffen, die sehr zufrieden ist. Aber das sind Ausnahmen, die natürlich Hoffnung machen. Nein, Buch Nr. 3 dreht sich um eine meiner Leidenschaften: Olivenöl. Siehe auch dazu unsere Homepage www.oliopiceno.de. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern einen genussvollen und schmerzfreien Sommer!

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„Mut zur neuen Hüfte!“ im TV – Wiedersehensfreude mit Dr. Jürgen Radke

Was für ein schöner Sommertag! Das Studio des Bayerischen Fernsehens wurde am sonnigen 3. Juli kurzerhand ins Freie verlegt, vor die Mitarbeiter-Cafeteria mit dem kleinen See. Vor dieser grünen Kulisse interviewte uns Moderator Tom Meiler live in der „Abendschau – Der Süden“ zum Thema neue Beweglichkeit mit künstlicher Hüfte. Es war ein toller Anlass, meinen Operateur Dr. Jürgen Radke zweieinhalb Jahre nach meiner zweiten Hüft-OP und der anschließenden Kontrolluntersuchung wiederzusehen. Er ist ja inzwischen pensioniert und hat selbst vor 12 Wochen eine künstliche Hüfte bekommen. Operiert hat ihn sein Sohn und Nachfolger im Münchner Rotkreuzkrankenhaus, Dr. Stefan Radke. Auch das künstliche Knie seiner Mutter hat der Sohn implantiert. Das zeugt von Vertrauen in der Familie!

Live-Sendung im BR mit Dr. Jürgen Radke, rechts, Heidi Rauch und Moderator Tom Meiler

Live-Sendung im BR mit Dr. Jürgen Radke, rechts, Heidi Rauch und Moderator Tom Meiler

Dr. Radke sen. war selbst erstaunt, wie rasch er buchstäblich wieder auf den Beinen war und sagte dann auch vor der Kamera, was für eine rasante Entwicklung die schonenden Operationstechniken in den letzten Jahren vollzogen haben – zum Wohle des Patienten! Ich habe in dem 5-Minuten-Beitrag zum „reflektierten Mut“ geraten, d. h. zur umfassenden Recherche vorher, welche Klinik und welcher Operateur einem wirklich liegen. Ich bin der Überzeugung, dass dieses persönliche positive Gefühl wesentlich zum Gelingen der OP und zur raschen Genesung beiträgt. Wer den Beitrag versäumt hat, hier der Link zur Mediathek.

Kurioserweise trafen wir unmittelbar nach der Sendung auf der Terrasse eine BR-Redakteurin, die kurz vor einer Hüft-OP steht! Sie möchte sich mit 60 plus aus Respekt vor der Narkose gern beide Hüften gleichzeitig machen lassen. Dr. Radke riet ihr – auch aus eigener Erfahrung als Patient – davon ab. Und sie erzählte, dass auch Dr. Christian Fulghum von der endogap-Klinik in Garmisch-Partenkirchen ihr abgeraten hat. Dr. Fulghum ist ja der einzige Operateur, der in unseren beiden Büchern „Mut zur neuen Hüfte!“ und „Mut zum neuen Knie!“ mit je einem Interview vorkommt und der uns immer wieder bei komplizierten Fällen, die uns per Mail erreichen, mit seinem Fachwissen zur Seite steht. Vielen Dank an dieser Stelle sowohl an Dr. Fulghum als auch an Dr. Radke für deren Offenheit und Seriosität – und für ihre gute Arbeit, die vielen Menschen wie z. B. mir und meinem Mitautor Peter Herrchen wieder neue Lebensqualität geschenkt hat!

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Fernsehauftritt 3. Juli für Heidi Rauch und ihren Operateur Dr. Jürgen Radke

„Mut zur neuen Hüfte!“ erstmals im TV!

Mein Operateur Dr. Jürgen Radke und ich sind Live-Studiogäste in der „Abendschau“ des Bayerischen Fernsehens am 3. Juli, um 17.30 Uhr

Ein Golfturnier macht`s möglich: Ich lerne BR-Redakteurin Carolin Mayer kennen. Diese lässt ihre Mutter, selbst Trägerin zweier künstlicher Hüften, das Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ lesen und beschließt nach deren Begeisterung: das muss ins Fernsehen! Somit sind mein Operateur Dr. Jürgen Radke und ich am Donnerstag, 3. Juli, um 17.30 Uhr Live-Studiogäste in der „Abendschau“ des Bayerischen Fernsehens, Regionalausgabe „Der Süden“.

Gedreht wurde im Vorfeld bereits der so genannte „Einspieler“ im Golfclub München Eichenried, für den ich seit Jahren die PR-Arbeit mache. Kameramann Werner von Heybowitz drehte typische Szenen, die dank der beiden künstlichen Hüften, die ich 2011 bekam, nun wieder möglich sind: das schwere Golfbag aus dem Kofferraum heraushieven, Golfschuhe zubinden, zügig und rund gehen, auf der Driving Range schmerzfrei trainieren – mitsamt Hüftrotation. „Wahnsinn, man sieht gar nichts.“, wunderte sich das Drehteam. Meine Antwort: „Das war ja auch der Sinn der OP. Sie hätten mich mal vorher humpeln und ächzen sehen sollen!“

Dreharbeiten im GC München Eichenried mit Doppel-Hüft-TEP-Trägerin Heidi Rauch für die BR-Abendschau am 3. Juli.

Dreharbeiten im GC München Eichenried mit Doppel-Hüft-TEP-Trägerin Heidi Rauch für die BR-Abendschau am 3. Juli.

Das Interessante an dem Studiogespräch wird auch sein, dass mein Operateur Dr. Jürgen Radke im letzten Jahr selbst eine künstliche Hüfte implantiert bekommen hat, und zwar von seinem Sohn Dr. Stefan Radke im Münchner Rotkreuzkrankenhaus. Hier hat Dr. Radke senior bis zu seiner Pensionierung 2012 rund 15.000 Hüft-OPs durchgeführt. In unserem Mutmach-Ratgeber „Mut zur neuen Hüfte!“ spricht er in einem Fach-Interview über seine langjährigen Erfahrungen.

Er war selbst erstaunt, wie zügig er wieder fit war: „Ich bin nach zwei Wochen schon wieder ohne Krücken gegangen. Die OP-Techniken sind tatsächlich inzwischen so weit, dass je nach Konstitution meine vorsichtige Herangehensweise mit der sechswöchigen Gehhilfen-Empfehlung überholt ist.“, gibt er zu. Ich bin ihm trotzdem dankbar, dass er mein Energie nach meinen beiden Hüft-OPs 2011 etwas eingebremst hat. Mir hat es gut getan, langsam wieder meine Balance zu finden. Ich habe ja konsequent an meinem Muskelaufbau gearbeitet und habe nach drei Monaten wieder Golf gespielt und bin nach dreieinhalb Monaten wieder Ski gefahren. Und das tue ich heute weiterhin mit Begeisterung!

Auch Dr. Radke spielt längst wieder Golf. Einer gemeinsamen Partie in diesem Sommer steht also nichts im Weg! Aber vorher wollen wir beide den betroffenen Fernsehzuschauern am 3. Juli getreu dem Titel unseres Buchs „Mut zur neuen Hüfte!“ Mut machen, den notwendigen Schritt nicht zu lange hinauszuzögern und sich vertrauensvoll in erfahrene Hände zu begeben. Die neu gewonnene Beweglichkeit führt zu einer Lebensqualität und Lebensfreude, die keiner missen sollte!

 

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Erinnerungen: Vor drei Jahren war meine erste Hüft-OP

Genau vor drei Jahren hatte ich es hinter mir! Am 24. Mai 2011 war meine Hüft-OP rechts. Ich weiß noch, wie ich nach der Vollnarkose aufgewacht bin und unendlich erleichtert war: Es ist vollbracht, nun kann es nur aufwärts gehen! Die erste Nacht war noch etwas stressig, weil meine Mitpatientin (Schulter!) mich absolut nicht schlafen ließ (Schmerzen & Schnarchen!). Da habe ich kurzerhand die Nachtschwester herbeigerufen und um ein Einzelzimmer gebeten. Sie hat mich dann netterweise in ein freies Zimmer geschoben, das zwar noch nicht geputzt war, aber das war mir egal. Schmerzmittel halfen mir dann in den Schlaf.

Am nächsten Tag wurde die Schulter-Patientin entlassen und ich war einen Tag und eine Nacht für mich, bis meine nette Mit-Hüft-Patientin Christine meine Bettnachbarin wurde. Täglich ging es bergauf. Schon am ersten Tag musste ich mich hinstellen mit einem Gestell als Stütze und im Liegen auf dem Rücken die ersten Mobilisationsübungen machen. Dann kamen die Krücken (nein, Gehhilfen), die erste wohltuende Dusche, die Physio-Übungen im Krankenhaus, die täglichen Spaziergänge durch die Flure, zur Cafeteria und in den Park des Münchner Rotkreuzkrankenhauses (eigentlich verboten). Täglich kam mein lieber Mann, und ganz viele liebe Freunde besuchten mich; sie tranken mit mir Kaffee, brachten mir Eis vom nahen Rotkreuzplatz (unschlagbar das Eis von Sarcletti!) oder schenkten mir wunderbare Bücher. Unsere „Ersatzkinder“ von unseren Freunden, mit denen wir das Haus in den Marken zusammen haben, brachten mir sogar ein Geige-Cello-Ständchen am Bett! An dieser Stelle sei allen Menschen gesagt, die Freunde im Krankenhaus haben: Besucht sie! Das vergisst man nie.

Morgenspaziergang mit Gast-Hund Arancio

Morgenspaziergang mit Gast-Hund Arancio

Heute, 25. Mai 2014, bin ich früh morgens mit unserem Gast-Hund Arancio bei herrlichem Frühlingswetter über die Felder spaziert und habe mich wieder dermaßen über meine Beweglichkeit gefreut! Wie jeder weiß, der diesen Blog liest oder unser Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ gelesen hat, brauchte ich ja dann noch eine zweite Hüfte, aber diese Zeit, dieses OP-Jahr 2011 war ein ganz wichtiges, Weichen stellendes für mich: Ich fing mit diesem Blog an, traf meinen Mitautor Peter Herrchen über das Internet und begann vor zwei Jahren die Arbeit an unserem Mutmach-Ratgeber. Seitdem haben wir beide vielen Menschen in Gesprächen, per e-mail oder via Buch Mut gemacht, diesen Schritt nicht zu lange hinauszuzögern. Denn das „bewegte Leben“ hinterher ist wunderschön! Es erfüllt mich auch ein bisschen mit Stolz, dass wir etwas Sinnvolles in die Welt gesetzt haben. Jede Buch-Bestellung, jede begeisterte Amazon-Rezension, jede Dankes-e-mail freut mich.

Heute machen wir noch einen langen Hunde-Spaziergang zum Europa-Wahllokal und morgen ist wieder „Golf & Bridge“ angesagt – u. a. mit Trainer Mark Temblett, der auch eine künstliche Hüfte hat! Übermorgen ist Bürotag, und wenn möglich fahre ich mit dem Fahrrad dorthin. Jeden Tag habe ich Lust auf Bewegung.

Pro Mark Temblett, der seit Jahren mit künstlicher Hüfte Golf spielt, beim Training auf dem Eichenrieder Putting Grün

Pro Mark Temblett, der seit Jahren mit künstlicher Hüfte Golf spielt, beim Training auf dem Eichenrieder Putting Grün

Natürlich verfolge ich alle Berichte über Hüft-OPs mit Aufmerksamkeit: Boris Becker hat sich vor zwei Monaten zwei neue Hüftgelenke implantieren lassen und hat der Presse bekanntgegeben, dass es seinen Hüften gut geht. Es sei ihm von Herzen gegönnt. Denn wer ihn in jüngster Zeit hat gehen sehen, wie ich vor einem Jahr in unserem Golfclub München Eichenried, der konnte ihn nur bemitleiden. Ganz zu schweigen von seinem immer mehr in die Breite gehenden Gesicht (wg. Cortison?) und Körper. Auch Action-Star Jean-Claude van Damme hat seit dem Frühjahr 2013 eine künstliche Hüfte – und soll damit auch wieder Karate & Co. ausüben können.

Zum Abschluss noch eine gute Nachricht: Die Haltbarkeit der Hüft- und Knie-Implantate wird immer länger. Heute geht man von 25 Jahren aus. Denn die Ansprüche an Lebensdauer und Belastbarkeit steigen ständig, die Firmen arbeiten an neuen Materialien und Techniken. In der SZ vom 14. Mai lautete eine Überschrift: „Heilkraft aus dem 3-D-Drucker“. Forscher an der Uni Würzburg wollen nachwachsenden Knorpel erschaffen, um den Millionen Menschen zu helfen, die unter Arthrose leiden. Dr. Jürgen Groll vom Würzburger Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe in der Medizin dazu: „Wir arbeiten mit dreidimensionalen Netzwerken aus Kunststoffen, in die wir Stammzellen einlagern, die an einer anderen Körperstelle entnommen wurden. Dies soll den Organismus anregen, das Ersatzteil selbst zu produzieren, also eigenes Gewebe herzustellen. Erste Ansätze sind Erfolg versprechend.“

Orphan Black-Serien-Entdeckung Tatiana Maslany

Orphan Black-Serien-Entdeckung Tatiana Maslany

Ich glaube, wir können uns heute noch gar nicht vorstellen, was in 20 Jahren möglich ist. Dazu passt auch meine neue Lieblingsserie „Orphan Black“, jeden Freitag um 22 Uhr eine Doppelfolge auf ZDFneo. In dieser kanadischen Science-Fiction-Serie geht es um weibliche Klone – mit der grandiosen Schauspielerin Tatiana Maslany in sieben verschiedenen Rollen. Unbedingt anschauen!

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Fehldiagnosen, Endoprothesen-Register – und Frauen-Ratschläge

Ist es selektive Wahrnehmung oder häufen sich die Fehldiagnosen von Ärzten tatsächlich? Jedenfalls habe ich gerade in meiner näheren Umgebung zahlreiche Knochenbrüche, die zunächst einmal gar nicht richtig erkannt wurden! Erster Fall: Eine meiner Golf & Bridge-Freundinnen stürzte in Madonna di Campiglio beim Skifahren und kam ins nahe Krankenhaus von Tione. Dort wurde sie geröntgt und der nur italienisch sprechende Arzt diagnostizierte einen Schambeinbruch. Da meine Freundin genau dies vor zwei Jahren hatte und glücklicherweise italienisch spricht, widersprach sie vehement. Als sie um ein Glas Wasser bat, um sich den Mund ausspülen zu können, beschied ihr die Schwester, sie sei in einem Krankenhaus und nicht in einem Hotel! Da sage noch jemand etwas gegen deutsche Krankenhäuser…. Jedenfalls zog meine Freundin es dann doch vor, sich mit dem ADAC zurücktransportieren zu lassen und ins Erdinger Krankenhaus zu gehen. Sie ist nun voll des Lobes: „Tolle Leistung des ADAC, die haben sich wirklich um alles gekümmert, inkl. Rücktransport meines Autos und Krankenhaus-Vorbereitung. Ich lag in dem Krankenwagen in einem sich der Körperwärme anpassenden Bett, so dass ich gar keine Schmerzen hatte. Diagnose des Erdinger Arztes nach erneutem Röntgen: Becken-Fraktur à la Angela Merkel!“

Zweiter Fall: Frau Z. spielte beim Saisoneröffnungsturnier im Golfclub München Eichenried nicht mit, weil sie einen Oberarmbruch hat. Sie war im Garten auf der Jagd nach einem Biber (!) über einen herunterhängenden Drahtzaun gestolpert und so unglücklich auf die Schulter gestürzt, dass sie gleich ins Krankenhaus rechts der Isar in München fuhr. Dort wurde sie geröntgt mit dem Ergebnis: Die Aufnahme ist für die Diagnose nicht geeignet (warum auch immer das passieren kann!?), aber es sei wohl nichts, sie solle den Arm schonen. Das war ihr angesichts ihrer Schmerzen nun doch zu vage und sie ging in die Praxis von Dr. Müller-Wohlfahrt. Der Meister selbst war zwar nicht da, aber ein anderer Arzt sah auf der an sich wohl schlechten Aufnahme sofort (!), dass es sich um eine Oberarm-Fraktur handelte. Eine MRT brachte die letzte Sicherheit.

Was sagt uns das? Ärzte sind auch nur Menschen und daher fehlbar? Ärzte nehmen sich zu wenig Zeit oder haben keine, sich etwas genauer anzuschauen? Veraltete, schlecht gewartete Röntgenapparate stehen in italienischen und bayerischen Krankenhäusern, belasten die Menschen mit Strahlen, bringen aber keine Ergebnisse? Mir sagt es: Achte auf Deine Körpersignale und Dein Bauchgefühl, konsultiere, wenn irgend möglich, immer noch einen zweiten oder dritten Arzt. Das ist zwar ein im wahrsten Sinne des Wortes schmerzlicher Vertrauensverlust in die Autorität des Mediziners, aber offensichtlich notwendig zum eigenen Wohlergehen.

Ein anderes Thema ist das Problem der Keime in deutschen Krankenhäusern, das in den Medien überall für Schlagzeilen und/oder TV-Berichte (n-tv) sorgt. Warum ist es längst nicht Standard wie in den Niederlanden, dass jeder eingelieferte Patient auf Keime untersucht wird? Krankenhaushygieniker sind an dem Thema dran, aber Menschen, die vor einer OP stehen, die u. a. mit Kathetern verbunden ist (wie auch bei Hüft-OPs), sind besorgt. Mein Rat: Lassen Sie sich unmittelbar vor einer OP bei Ihrem Hausarzt auf eigenen Kosten testen, ob Sie zu den 0,4 Prozent der deutschen Bevölkerung gehören, die Antibiotika-resistente Keime in sich tragen.

Im Sinne unserer Mutmacher-Bücher „Mut zur neuen Hüfte!“ und „Mut zum neuen Knie!“ ist dagegen die Nachricht, dass seit 1. April 2014 am Klinikum Großhadern in München das „Endoprothesen-Register Deutschland“ (EPRD) seinen Regelbetrieb aufgenommen hat. Nun endlich werden bei jeder OP per Barcode-Scanner die Daten des implantierten Produkts erfasst: Größe, Material, verwendete Operationsmethode. 200 Kliniken machen mittlerweile mit, ebenso die größten Endoprothesenhersteller und die AOK. Nun dauert es zwar noch zwei bis drei Jahre bis zuverlässige statistische Daten vorliegen, aber ein Anfang ist gemacht. Schließlich gibt es solche Register in den meisten Nachbarländern wie Skandinavien, Österreich oder England längst. Sie haben z. B. dazu geführt, dass die umstrittenen Großkopf-Prothesen mit Gelenkkopf und -pfanne aus Metall inzwischen vom Markt genommen worden sind. In unseren beiden Ratgebern berichtet Hartmut Tiemann über seine Erfahrungen damit.

Frühjahrsmüde? Es könnten die Hormone sein…

Glücklicherweise haben wesentlich weniger Frauen diese TEPs implantiert bekommen. Dafür haben wir Frauen mit anderen Problemen zu tun, nämlich mit den in der Menopause aus dem Lot geratenen Hormonen. In diesem Zusammenhang möchte ich an dieser Stelle ganz dringend das Buch „Natürliche Hormontherapie“ von Dr. med. Annelie Scheuernstuhl und der Heilpraktikerin Anne Hild empfehlen – und zwar Frauen und Männern! Bei Männern heißt die Phase der Hormonturbulenzen, in der z. B. der Testosteronspiegel merklich absinkt, Andropause. Tatsächlich können viele unserer Beschwerden wie Schlafstörungen, Energiemangel, ja auch Herz-Kreislaufstörungen oder Anstieg des Cholesterins, von einem Ungleichgewicht der Hormone herrühren. So schreiben die Autorinnen zum Thema „Gelenkbeschwerden, wechselnde, wandernde an Knie, Schulter,Ellenbogen, Finger- und Handgelenken (CTS = Carpaltunnelsyndrom)“: Es müssen nicht immer Arthrosen sein! Ursache könnte ein Progesteron-, Östrogen- oder DHEA-Mangel sein, ebenso wie eine Schilddrüsenstörung.

Östrogene und dazu Progesteron bekommen die meisten Frauen, um die lästigen Hitzewallungen und sonstige Wechseljahrsbeschwerden zu minimieren. Ich selbst bin mit einem Östrogen-Gel und einer Progesteron-Kapsel hoch zufrieden und weiß, dass ich damit auch vorbeugend etwas gegen Osteoporose tue. Was aber ist DHEA? Die Buchstaben stehen für De-hydro-epi-androsteron. Das ist eine körpereigene Substanz, die hauptsächlich in der Nebennierenrinde gebildet wird und eine regulierende Wirkung auf viele Bereiche unseres Stoffwechsels hat. U. a. wird der Blutzuckerspiegel beeinflusst, sie verbessert die Immunabwehr und die Stresstoleranz, kontrolliert das Körpergewicht und steigert Libido und Potenz; DHEA ist unverzichtbar für unsere Energie, die Stabilität der Knochen, unsere Muskelkraft, Kondition und für unser Gedächtnis. Die Substanz gilt wegen all dieser positiven Eigenschaften als Jungbrunnenhormon, zumal bekannt ist, dass Menschen mit hohen DHEA-Werten länger leben. Dauerstress sorgt übrigens langfristig für niedrige DHEA-Werte.

Da der Körper von 60-Jährigen nur noch 10 bis 20 Prozent der erforderlichen Menge DHEA selbst produziert, sollte man bei Energie- und Lustlosigkeit einer Einnahme des verschreibungspflichtigen Hormons näher treten. Aber natürlich nicht unkontrolliert, sondern nach einem Speicheltest, der genauen Aufschluss über den Hormonstatus gibt. Gewarnt wird vor Billigprodukten aus den USA, die synthetisch und nicht bioidentisch hergestellt werden.

Tja, und wem das alles zu viel ist, dem empfehle ich gegen Frühjahrsmüdigkeit – wie immer eigentlich – viel Bewegung an frischer Luft und zwischendurch kulturelle Highlights. Ein Tipp für Münchner ist das neue Staatliche Museum Ägyptischer Kunst: unbedingt das angebotene Tablet nehmen, mit dem man durch die unterirdischen Räume geführt wird und je nach Lust und Laune (sic!) vor den einzelnen Exponaten stehen bleiben und sich spannende Geschichten erzählen lassen kann. Und anschließend um die Ecke stärken im „Hans im Glück“. Wer mich kennt oder auch die Ernährungskapitel in unserem neuen Buch „Mut zum neuen Knie!“ gelesen hat, der weiß, dass ich Fast Food aus tiefstem Herzen ablehne. Aber hier wird in schönem Birkenwald-Ambiente gezeigt, wie Hamburger auch schmecken können: mit Hähnchenfleisch oder gleich ganz vegetarisch (natürlich gibt es Burger auch mit Rindfleisch), dazu leckere Cocktails und nette Bedienungen! Die Ausbreitung der Hans im Glück-Burgergrill-Kette mit inzwischen fast 20 Standorten in ganz Deutschland spricht für sich – und der Mix aus jungem und älterem Publikum auch.

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Skisaison beendet – Frühlingsgolf beginnt

Letzte Woche habe ich meine Skier endgültig im Skisack auf den Dachboden gestellt bzw. mein lieber Mann hat dies getan. Ich „musste“ tatsächlich noch einen Tag im Frühlingssulz Ski fahren – als Demo für Hüft-TEP- und Knie-TEP-Patienten quasi. Auf Einladung des Tourismusverbandes Alpenregion Tegernsee Schliersee habe ich zusammen mit TV-Journalist Michael Pause vor einigen Journalisten und Fachleuten unsere beiden Mutmach-Ratgeber vorgestellt: Ich habe meine Hüft-Geschichte erzählt, die hier in diesem Blog ebenso nachzulesen ist wie im Buch „Mut zur neuen Hüfte!“; Michael Pause hat seine Knie-Geschichte erzählt, die er selbst auch mit einer gehörigen Portion Humor im Buch „Mut zum neuen Knie!“ schildert.

Autorin Heidi Rauch und TV-Journalist Michael Pause mitsamt Mutmach-Ratgeber-Büchern am Schliersee

Autorin Heidi Rauch und TV-Journalist Michael Pause mitsamt Mutmach-Ratgeber-Büchern am Schliersee

Zunächst gab es einen Trainings-Nachmittag unter Anleitung von medius, der medizinischen Fitness in der wunderschön direkt am Schliersee gelegenen Vitalwelt Schliersee, u. a. mit der so genannten Black Roll und „Wackelbrettern“ (alias Monostep) der Firma Valife. Am nächsten Morgen ging es gemeinsam mit Skilehrer Albert Meier auf die Piste im Skigebiet Spitzingsee, genau auf den 1.500 Meter hohen Stümpfling. Albert war einstmals zusammen mit Markus Wasmeier in der Deutschen Ski-Nationalmannschaft und hat nun eine SkiReha-Zusatzausbildung absolviert. Unter der fachkundigen Ägide von Dr. med Hubert Hörterer, Facharzt für Orthopädie/Sportmedizin und Leitender Verbandsarzt des Deutschen Skiverbandes, soll dieses SkiReha-Programm im nächsten Jahr offiziell angeboten werden – als Wochen-Angebot in einer Gruppe oder auch für Individual-Touristen.

Heidi, Tim von Valife mit vor neun Monaten operiertem Knie, Michael Pause und Skilehrer Albert Meier (v. l. n. r.)

Heidi, Tim von Valife mit vor neun Monaten operiertem Knie, Michael Pause und Skilehrer Albert Meier (v. l. n. r.)

Wir jedenfalls hatten viel Spaß mit Albert: Einfühlsam zeigte er uns, wie auch ängstlichere Naturen spielerisch wieder an die Piste gewöhnt werden. Dabei gibt es u. a. Übungen aus der Lifekinetik, die auch Felix Neureuther anwendet, etwa um sein „nicht-dominantes Auge“ zu trainieren. Wer also je nach einer Hüft- oder Knie-OP Bedenken haben sollte, nach ca. drei Monaten wieder Ski Alpin zu fahren, der wende sich vertrauensvoll an Gesundheitsexpertin Susanne Kundmüller von der Alpenregion Tegernsee Schliersee (s.kundmueller@tegernsee.com). Evtl. wird im Sommer auch ein GolfReha-Programm angeboten.

Nun aber ist Schluss mit Schnee – die Fairways rufen. Der Frühling ist auch kalendarisch da – und die Golfsaison hat mit Macht begonnen. Der milde Winter hat uns im Golfclub München Eichenried schon früher als gedacht wieder Sommergrüns beschert. Einer der Ersten, die ich auf dem Golfplatz wieder getroffen habe ist unser „Doppel-Hüft-Tep-Oldie“ Alfred Ploch. Am 7. 2. 1990 hat er rechts seine erste Hüft-Tep bekommen, wie auf den Seiten 154 ff in unserem Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ nachzulesen ist. Nun hat die letzte regelmäßige Nachuntersuchung ergeben, dass sich das Keramik-Inlay nach 24 Jahren abgenutzt hat. Er hat keinerlei Schmerzen, aber eine Revisions-OP, bei der nur der Kopf ausgetauscht wird, wurde ihm angeraten. Er lässt auch diese wieder in der endogap in Garmisch-Partenkirchen machen und geht zur anschließenden Reha in die St. Hubertus-Klinik in Bad Wiessee am Tegernsee.

Doppel-Hüft-Tep-Träger Alfred Ploch auf Bahn B 9 des Golfclubs München Eichenried

Doppel-Hüft-Tep-Träger Alfred Ploch auf Bahn B 9 des Golfclubs München Eichenried

 

Vorgeschlagener Termin: Juni diesen Jahres. Da haben sie aber nicht mit dem fast täglich Golf spielenden 68-Jährigen gerechnet: Nein, hat er gesagt, dass muss bis zur golffreien Zeit im November warten. Ich kann ihn gut verstehen – und habe ihm versprochen, dass ich ihn dann auf jeden Fall in der Reha besuchen werde. Bis dahin werden wir aber sicher noch einige Golfrunden spielen!

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Knie-Buch erschienen und Hüft-Buch-Lob auf Amazon

„Die Knie hier in der Reha sind ganz neidisch auf uns Hüften, dass wir ein so tolles Buch haben.“ Dieser Satz einer begeisterten Leserin des Buchs „Mut zur neuen Hüfte!“ war ausschlaggebend dafür, dass jetzt, genau am 12. Februar 2014, unser Nachfolge-Ratgeber „Mut zum neuen Knie!“ erschienen ist. In den nächsten Tagen bekommen die zahlreichen Vorbesteller das Buch zugeschickt. Wir freuen uns über weitere Bestellungen über unseren Online-Shop.

Unser zweiter Mutmach-Ratgeber "Mut zum neuen Knie!" ist erschienen!

Unser zweiter Mutmach-Ratgeber „Mut zum neuen Knie!“ ist erschienen!

Wir, Peter Herrchen und ich, können im Knie-Fall zwar nicht auf eigene Erfahrungen wie im erfolgreichen Hüft-Mutmachbuch zurückgreifen. Aber die Intention ist die gleiche: Betroffenen Mut machen, den notwendigen Eingriff vornehmen zu lassen, um mit einem künstlichen Kniegelenk neue Lebensfreude genießen zu können.

Im Mittelpunkt des Mutmach-Buchs „Mut zum neuen Knie!“ stehen Erfahrungsberichte von Patienten mit Knie-TEP (= Totalendoprothese), die wieder Sport treiben und ihren Alltag problemlos meistern. 18 Betroffene von 44 bis 85 Jahren berichten, wie sehr sie nach erfolgreicher Knie-OP ihre neue Beweglichkeit mit dem künstlichen Gelenk genießen. Sie haben sich teilweise jahrelang mit Schmerzen geplagt. Nun fahren sie wieder Rad, schwimmen, erobern die Berge im Sommer und Winter, spielen Golf, Tischtennis und Tennis, gehen zum Nordic Walking und Tanzen oder trainieren im Fitness-Studio.

Fachwissen steuern fünf erfahrene Operateure von Hamburg bis Garmisch-Partenkirchen bei, die wie Dr. Christian Fulghum von der endogap oder Dr. Robert Hube von der OCM-Klinik München beide Gelenke operieren – Hüften und Knie.

Dazu gibt es Physio-Übungen mit vielen Fotos – mit und ohne Geräte, ein Kapitel über Alexander Technik als eine Möglichkeit, die Knie-OP möglicherweise zu vermeiden und generell die Körperwahrnehmung zu verbessern, Tipps zur richtigen Ernährung für die Gelenke sowie nützliche Erläuterungen von A-Z und eine Liste mit den wichtigsten Kliniken und Reha-Einrichtungen.

„Mut zum neuen Knie!“ hat 307 Seiten, ist mit 214 Fotos durchgehend farbig bebildert und kostet 24,90 Euro. Es erscheint gedruckt und als E-Book (für 16,99 Euro) in der Edition Rauchzeichen. Print-Buch: ISBN 978-3-00-043728-1. E-Book: ISBN 978-3-00-042325-3. Stets aktuelle Informationen gibt es auf www.mut-zum-neuen-knie.de.

Jetzt sind wir gespannt, ob wir für das Knie-Buch so viel Lob wie für „Mut zur neuen Hüfte!“ bekommen. Und möglichst viele 5-Sterne-Rezensionen. Hier ein Auszug der Hüft-Buch-Lobeshymnen auf Amazon:

Informativ, motivierend…und sehr sympathisch (Bee, Yogalehrerin, 21. November 2012

Der Kopf muss mit, dabei hilft dieses Buch (clara, 10. Dezember 2012)

Praktische Problemlösung (nick 13, 17. Dezember 2012)

Ein gelungenes Buch! (Jutta, 26. Januar 2013)

Mut zur neuen Hüfte – einfach toll! (Ulrike, 27. März 2013)

Super! (Gerda Hagen, 27. Juli, 2013)

Danke an die Autoren! (M.A., 22. September 2013)

Inspiring book! (KB, 1. November 2013)

Super-Mutmachbuch für Hüftpatienten (Blautrix2012, 8. November 2013)

Das Buch macht tatsächlich Mut und positive Stimmung (HansKarlLudwig, 4. Dezember 2013)

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